AT / Pro-Life: Neue Vorstandsmitglieder bei aktion leben

IEF, 3.5.2018 – Bei der 64. Generalversammlung von aktion leben österreich wurden der Medienpädagoge und langjährige Nationalrats-Abgeordnete Dr. Franz-Joseph Huainigg und die Grundschulpädagogin Ursula Prader in den Vorstand gewählt.

Stärkung des Vorstands

Hoch erfreut über die Wahl zeigt sich die Präsidentin von aktion leben, Dr. Getraude Steindl: „Mit Franz-Joseph Huainigg und Ursula Prader wird unser Vorstand wesentlich gestärkt. Die Pädagogin und Biologin Ursula Prader wird ihre praktischen Erfahrungen in der Integration und Inklusion im Grundschulbereich und ihre naturwissenschaftlichen Kenntnisse einbringen. Franz-Joseph Huainigg kennt sich am politischen Parkett bestens aus und wird uns dabei unterstützen, das Thema Menschenwürde von Anfang an noch offensiver in die Öffentlichkeit zu bringen.“

Huainigg: „Hier rufe ich gerne mit.“

Anlässlich seiner Wahl als Vorstandsmitglied betonte Huainigg, wie „besorgniserregend“ es für ihn sei, „dass in unserer sehr technisch orientierten Welt das Menschenrecht auf Leben justament am Anfang und am Ende des Lebens immer mehr in Frage gestellt wird“. Auf der Strecke blieben alle Menschen, die eine Behinderung hätten und jene, die nicht in das Bild einer scheinbar immer perfekter werdenden Gesellschaft hineinpassen würden, so Huainigg weiter. Die aktion leben bezeichnete er als „starke Stimme für den Wert des Lebens und die Wahrung der Menschenwürde“. „Hier rufe ich gerne mit“, lautete die Ansage des ehemaligen Behindertensprechers und Nationalratsabgeordneten der ÖVP. Franz-Joseph Huainigg, dessen Beine seit einer Impfung im 7. Lebensmonat gelähmt sind und der heute auf einen Elektrorollstuhl und ein Beatmungsgerät angewiesen ist, gab im Sommer 2017 nach 15 Jahren als Behindertensprecher der ÖVP bekannt, nicht mehr für das Parlament kandidieren zu wollen. Wie das Institut für Ehe und Familie (IEF) damals berichtete, wolle er sich als Medienpädagoge, Journalist und Schriftsteller in Zukunft um ein besseres Bild von behinderten Menschen in den Medien bemühen, denn „Barrieren müssen nicht nur in den Gesetzen, sondern vor allem in den Köpfen abgebaut werden“ (Anmerkung: Seine beeindruckende Abschiedsrede kann im Standard nachgelesen werden).  Ein weiterer Wunsch für die Zukunft sei die Verankerung der Menschenwürde in der Verfassung: „Die Menschenwürde muss gesichert sein, von Anbeginn des Lebens – auch bei der Geburt von behinderten Kindern“, betonte Huainigg.

Prader: Wichtigstes Puzzleteil – Liebevolles Angenommensein von Anfang an 

Die Volksschullehrerin und Biologin Ursula Prader, wolle bei aktion leben ihr Wissen und ihre Erfahrung im pädagogisch-didaktischen Bereich und in Fragen von Inklusion/Integration einbringen. Auch Themen wie In-vitro-Fertilisation, Pränataldiagnostik und Präimplantationsdiagnostik seien für sie wichtige Themen. „Bei aktion leben mitzuarbeiten bedeutet, ein Puzzleteil zu einer der wichtigsten Sachen im Leben eines jeden Menschen beizutragen – dem liebevollen Angenommensein ganz von Anfang an“, so Prader.

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