US_EU / Familie: Verheiratete Eltern geben Kindern Stabilität

IEF, 31.3.2017 – Kinder, deren Eltern bei ihrer Geburt verheiratet sind, wachsen in stabileren Familienverhältnissen auf als Altersgenossen, deren Eltern ohne Trauschein zusammenleben. So zumindest das Ergebnis einer Studie der US-„Brookings Institution“ (Washington). Die Forscher W. Bradford Wilcox und Laurie DeRose werteten Daten aus den USA und 16 Ländern Europas aus. Das Ergebnis ist ähnlich: Das Risiko einer Trennung von unverheiratet zusammenlebenden Eltern sei doppelt so hoch wie das von Ehepaaren. Zusammenlebende unverheiratete Partnerschaften seien wesentlich instabiler als verheiratete Partnerschaften. Die Trennungsrate in Europa bei unverheirateten Eltern von Kindern unter 12 Jahren sei um 90 % höher als bei verheirateten Eltern. „Die Ergebnisse implizieren, dass die Eheschließung per se ein stabilisierendes Element in sich berge“,  so die Forscher. Möglicherweise hänge es mit dem aufwendigen Ritual der Eheschließung zusammen, das Stabilität schenke. Viele stabilisierende Werte wie Treue, Hingabe und Beständigkeit würden außerdem mit der Ehe in Verbindung gebracht werden. Die Forscher vermuten eine Mischung aus alledem. Im Gegensatz dazu sei die durch Freiheit und Flexibilität attraktiv empfundene Lebensform des unverheirateten Zusammenlebens offensichtlich weniger stabil. Wilcox und DeRose kommen zu dem Schluss, „dass die Ehe selbst in den hoch entwickelten und säkularen Gesellschaften Europas einen stabilisierenden Charakter hat, von dem Kinder profitieren.“

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