IEF, 27.03.2019 –  Erzbischof Bernardito Auza, Ständiger Beobachter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen in New York, argumentiert bei einer Veranstaltung für die Stellung der Frau (CSW) deutlich gegen die derzeitig weit verbreitete Gendertheorie, bei der das biologische Geschlecht durch eine individuell definierbare Geschlechtsidentität ersetzt wird.

Dadurch werde der bisherige Konsens zur Wahrnehmung über Mann und Frau umfassend in Frage gestellt. Die Auswirkungen seien „gigantisch“, da sie alle Lebensebenen, einschließlich die der „grundlegenden Anthropologie“ beträfen. Eine Frau zu sein bedeute laut den jüngsten Theorien demnach, sich nur wie eine zu fühlen. „Unser Geschlecht, wie unsere Gene und andere natürliche Merkmale, sind objektive Daten, keine subjektiven Entscheidungen“, warnt jedoch der Erzbischof. Diese Vorstellung, so Auza, behindere die Beziehung zwischen Männern und Frauen.

Bereits im Juli 2016 äußerte sich Papst Franziskus laut kath.net bei einer Begegnung mit dem polnischen Episkopat dazu wörtlich: „Heute wird den Kindern – den Kindern! – in der Schule beigebracht, dass jeder sein Geschlecht selber wählen kann. Und das ist schrecklich“.  Die starke Kritik an der Genderideologie sei dem Artikel nach eine Grundkonstante im Pontifikat von Papst Franziskus. Besonders klar werde seine Ablehnung von Gender in seinem Lehrschreiben Amoris laetitia aus dem Jahr 2016. Hier bezeichnete er die Gendertheorie explizit als „Ideologie“, die „versucht, sich als einzige Denkweise durchzusetzen“. Der Papst zeigt sich insgesamt sehr besorgt darüber, „dass Kindern die Genderideologie beigebracht wird“. (AMK)

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