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US / Lebensende: New Jersey legalisiert assistierten Suizid

IEF, 24.4.2019 – Am 12.4.2019 unterzeichnete New Jerseys Gouverneur Phil Murphy die Verordnung A1504, die assistierten Suizid für unheilbar erkrankte Erwachsene künftig legalisiert und mit 1.8.2019 in Kraft treten wird.

Das Gesetz wurde durch die Abgeordneten John Burzichelli und Senator Nick Scutari protegiert. Gouverneur Murphy bedankte sich bei der Unterzeichnung bei Burzichelli „für das Geleit über diesen langen und schwierigen Weg“ und lobte das Parlament für ihre „Courage beim Anpacken des heiklen Themas“. Laut Murphy sei es richtig, unheilbar kranken Bürgern die Entscheidung über die Beendigung ihres Lebens zu überlassen. Durch die Legalisierung des assistierten Suizids werde den unheilbar kranken Personen und deren Familien Menschlichkeit, Würde und Respekt entgegengebracht, so der Gouverneur.

Wie Lifenews.com berichtet, dauerte der Prozess, der letztlich nun in der Legalisierung von assistiertem Suizid endete, über mehrere Jahre. Matt Valliere, Geschäftsführer des „Patients Rights Action Fund“, warnte vor den Folgen des Gesetzes. Es sei nicht möglich, assistierten Suizid zu regulieren, vielmehr öffne die Legalisierung die Tore für Missbrauch und Zwang, wie Beispiele aus anderen Staaten zeigten. Die Opfer der Legalisierung seien die Armen, die tödlich Erkrankten, die Menschen mit Behinderung und damit die vulnerabelsten Bevölkerungsschichten. New Jersey sollte stattdessen mehr in bessere Pflege und Unterstützung am Lebensende investieren, fordert Valliere. Auch die Gruppe „New Jersey Right to Life“ kritisierte den Prozess der Legalisierung sowie das Gesetz selbst. So seien zwei Abgeordnete, von denen ein Nein zum Gesetz erwartet worden sei, von Parlamentspräsidet Sweeny im Vorfeld versetzt worden. Die Anhörung von Experten zum Gesetz sei außerdem auf nur eine Stunde begrenzt gewesen, wodurch viele Ärzte, Behindertenanwälte etc. nicht zu Wort gekommen wären. Gesetze sollten nicht für einige wenige, die sie wollen, gemacht werden, sondern die größere Bevölkerung im Blick haben, besonders die am meisten von Missbrauch gefährdetsten Individuen, kritisierte die Pro-Life Gruppe scharf. (TSG)

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