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US / Familie: Kritik von frischgebackenen Müttern soll Väterkompetenzen nachhaltig beeinflussen

IEF, 26.6.2018 – Laut einer aktuellen Studie der Ohio State University/USA liegen die „Elternqualitäten“ der Väter von 9 Monate alten Babys, deren Frauen sie in der ersten Phase nach der Geburt für ihren Umgang mit dem Baby kritisierten, unter denen anderer Väter.

Wie The Economic Times berichtet, sei die Studie „Associations Between Maternal Gatekeeping and Fathers’ Parenting Quality“, veröffentlicht im Journal of Child and Family Studies, die erste dieser Art, die aufzeigt, dass bzw. wie die „mütterliche Torwächterin“ die erzieherischen Fähigkeiten des Vaters beeinflussen kann.

In der Studie wurden Daten von 182 Doppel-Verdiener Paaren mit hohem Bildungsniveau  ausgewertet, die zwischen 2008 und 2009 erstmals Eltern wurden. Die „Erziehungsqualität“ der Väter wurde anhand spezifischer Marker wie Vertrautheit, Distanziertheit, positive Beziehung u.ä. jeweils 3 bzw. 9 Monate nach der Geburt analysiert. Väter, die im Umgang mit dem 3 Monate alten Baby eine Demotivation durch die Partnerin erlebt hatten, zeigten entsprechend verminderte „Erziehungsqualitäten“ als das Baby 9 Monate alt war.

„Das Verhalten der Mütter kann den väterlichen Umgang mit den Kindern formen“, so Lauren Altenburger, Leiterin der Studie. „Mütter können sich nicht bewusst genug sein, wie negativ sich ihre Kritik auf den Vater als Elternteil auswirken kann.“ Frauen sollten zweimal nachdenken, bevor sie Väter für nebensächliche Themen wie z.B. ihre Kleidungswahl für das Baby an einem bestimmten Tag kritisierten. „Es geht auch darum, dem Vater einen Spielraum zum Erziehen zu geben“, macht Altenburger deutlich. Beide Eltern müssten die Kommunikation offen halten und darauf achten, nicht zu schnell zu kritisieren, ist Altenburger überzeugt.

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