IEF, 05.06.2019 – Beide Staaten werden von demokratischen Gouverneuren, von denen einer den Lebensschutz Ungeborener und der andere die Selbstbestimmung der Frau hochhält, geleitet.

Louisiana erlässt „Heartbeat Bill“

Mit Louisiana erlässt ein weiterer US- Bundesstaat eine „Heartbeat Bill“, wonach eine Abtreibung ab feststellbarem Herzschlag des ungeborenen Kindes verboten ist. Wie CNS News berichtet, sieht das neue Gesetz zudem keine Ausnahmen bei Inzest und Vergewaltigung vor, sehr wohl aber bei einer ernsten Gesundheitsgefährdung der Mutter. Die „Heartbeat Bill“ wurde von Gouverneur John Bel Edwards unterzeichnet der sich aufgrund persönlicher Erfahrungen bereits seit Jahren für den Lebensschutz engagiert. Als seine Frau zum ersten Mal schwanger war, sollen Ärzte eine Spina Bifida – einen sogenannten offenen Rücken – bei ihrem Kind diagnostiziert haben. Edwards und seine Frau sollen sich daraufhin trotz Anraten der Ärzte zu einer Abtreibung entschieden haben, das Kind zu behalten. Die Tochter sei mittlerweile erwachsen und führe ein ganz normales Leben.

Illinois geht in Gegenoffensive

Als Reaktion auf die Pro-Life-Gesetzgebung vieler Bundestaaten soll das Repräsentantenhaus von Illinois mit 65 zu 40 Stimmen ein die Abtreibung liberalisierendes Gesetz beschlossen haben. Gouverneur Jay Robert Pritzker hat sich bereiterklärt, dass Gesetz zu unterschrieben, sollte es auch den Senat passieren. Laut CNC News stellt die Bestimmung unter anderem fest, dass eine befruchtete Eizelle, ein Embryo oder Fötus keine eigenständigen Rechte in dem Bundestaat besitzen. Die Regelung beseitigt das Erfordernis einer Ehegattenzustimmung, einer Bedenkzeit und die Strafandrohung für Ärzte, die Abtreibungen durchführen. Zudem soll auch das Verbot der Partial-Birth Abortion (Teilgeburtsabtreibung), einer Methode des Schwangerschaftsabbruchs, bei der der Fötus unter Erweiterung des Zervikalkanals aus der Gebärmutter entfernt wird, aufgehoben werden. Das neue Gesetz soll außerdem vorsehen, dass private Versicherungsgesellschaften für Abtreibungskosten aufkommen müssen.

Filmindustrie gegen Georgia

Im Kampf gegen die Pro-Life-Bewegung meldet sich neben der #youknowme Kampagne einiger Filmstars nun sogar die Filmindustrie selbst zu Wort. Wie The Guardian berichtet, sollen unter anderem Netflix, Disney und Warner Media damit gedroht haben, die Produktion weiterer Filme aus Georgia abzuziehen, sollte das dort vor kurzem verabschiedete Abtreibungsverbot Anfang nächsten Jahres in Kraft treten. Mit Einnahmen von 9,5 Milliarden Dollar im Jahr 2018 bildet die Filmindustrie einen der Eckpfeiler von Georgias Wirtschaft. (AH)

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