Lebensende

Lebensende2020-03-02T15:14:17+01:00

Projekt Beschreibung

Lebensende.

Lebensende

Bei der Abwägung zwischen der Entscheidungsfreiheit des Einzelnen und dem Schutz vulnerabler Menschen geht Österreich in Fragen der „Sterbehilfe“ seit 1999 konsequent einen eigenen Weg. Statt Menschen in Lebenskrisen den eigenen Tod nahe zu legen oder gar zu erleichtern, versucht man konkret auf die Ängste vor Schmerzen, Einsamkeit, Überflüssigkeit, Zur-Last-Fallen oder Autonomieverlust zu reagieren. Abgesichert wird dieses Bemühen um eine menschgerechte Begleitung durch die Verbote der Mitwirkung am Selbstmord und der Tötung auf Verlangen.

Check IEFJA zur Behandlungsautonomie

(Keine Behandlung gegen den Willen der Patienten, Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Erwachsenenvertretung)

Check IEFJA zur Palliativversorgung

(Ausbau der palliativmedizinischen Versorgung und Ausbildung, Rechtliche Absicherung der intensiven Schmerzbehandlung am Lebensende)

Check IEFJA zur Hospizbetreuung

(Ausbau der stationären und mobilen Hospizversorgung, Unterstützung und Absicherung pflegender Angehöriger)

Check IEFNein zur Tötung auf Verlangen

Check IEFNein zur Mitwirkung am Selbstmord

Aktuelles

Sterbehilfe-Entscheid: Österreich tickt menschlicher. Noch

Das deutsche Bundesverfassungsgericht sieht ein Grundrecht auf selbstgewählten Tod unter Mithilfe anderer. Was bedeutet die Entscheidung für Österreich?

Ein Kommentar von Dr. Stephanie Merckens zum “Sterbehilfe”-Urteil des deutschen Bundesverfassungsgerichts in der Presse.

Bundesverfassungsgerichtshof kippt Verbot der geschäftsmäßigen Sterbehilfe

Am vergangenen Aschermittwoch, dem 26.2.2020, verlautbarte das Deutsche Bundesverfassungsgericht (dtBVerfG) wie angekündigt sein seit langem erwartetes Urteil in Sachen geschäftsmäßiger Sterbehilfe. Wie leider schon die Anhörung im April des vergangenen Jahres befürchten ließ, kam das Höchstgericht zu dem Schluss, dass ein Verbot, mit Suizidbeihilfe Geschäfte zu machen, verfassungswidrig sei und hob den umstrittenen § 217 des deutschen Strafgesetzbuches auf.

Die Analyse des Urteils von Dr. Stephanie Merckens erschien am 27.02.2020 im IEF-Politblog.

Ist es Zeit für eine Gesetzesänderung?

Beim österreichischen Verfassungsgerichtshof sind gleich vier Verfahren anhängig, in denen argumentiert wird, dass das österreichische Verbot der Mitwirkung am Suizid gegen das Recht auf Privatleben (!) und die Reisefreiheit (!!) verstoße und damit grundrechtswidrig sei.
Für Dr. Stephanie Merckens ist es höchst an der Zeit, die Mär vom barmherzigen Todesengel zu entzaubern. Suizidbeihilfe und Tötung auf Verlangen sind weder grundrechtlich zu rechtfertigen, noch sind sie abgrenzend zu regeln oder ohne Einfluss auf das, was wir unter Menschlichkeit verstehen.

Ihr Expertenletter dazu erschien am 31. Jänner 2020 auf der Seite der NÖ Patienten- und Pflegeanwaltschaft.

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