GB / Abtreibung: Pornoindustrie finanziert Abtreibungsunternehmen

IEF, 18.05.2020 – Die Finanzierung von Marie Stopes International durch ein Erotik-Unternehmen wirft Fragen auf.

Marie Stopes International hat laut einem Artikel von MailOnline 7,5 Millionen britische Pfund von Phil Harvey bekommen, dem CEO des Erotikunternehmens Adam & Eve.

Zusammenspiel von Erotikunternehmen und Abtreibungskliniken

Die in Großbritannien gegründete, aber mittlerweile weltweit agierende Nicht-Regierungsorganisation Marie Stopes International ist einer der größten Vertreiber von Verhütungsmitteln und Anbieter von Abtreibungen. Auf ihrer Website führen sie an, dass 32 Millionen Frauen weltweit von ihnen bereitgestellte Verhütungsmittel benutzen. Die Organisation hat es sich zum Ziel gesetzt, „Frauen und Mädchen zu ermächtigen, die Kontrolle über ihr Leben zu übernehmen“. Nicht zuletzt mit Blick auf die zahlreichen Missstände in der Pronografiebranche (das IEF hat berichtet) wirft eine großzügige Finanzspritze durch ein Unternehmen aus der Erotikbranche bei dieser Zielsetzung allerdings Fragen auf.

Phil Harvey, gründete sein Unternehmen Adam & Eve 1971 als Versandhandel für Kondome und ist heute eines der führenden Unternehmen in der Erotikbranche, das Pro Jahr 60 Millionen Pfund mit dem Verkauf von Sexspielzeugen und pornografischen Filmen umsetzt. 25% des Gewinns des Unternehmens gehen an DKT International, eine von Harvey gegründete gemeinnützige Stiftung.

Weiterer Abtreibungsanbieter in den Händen des Erotikunternehmers

DKT International hat sich dem Ziel der Vermeidung „unsicherer“ Abtreibungen verschrieben und stellt daher weltweit technisches und pharmazeutisches Materiale für Abtreibungen zu Verfügung. Ebenso werden Abtreibungskliniken unterstütz. Eine Finanzquelle scheint dabei auch der weltweite Verkauf von Verhütungsmitteln zu sein. Daneben führt das Unternehmen große Medienkampagnen durch und rühmt sich auf seiner Website, das erste Werbevideo für Abtreibungen produziert und ausgestrahlt zu haben.

Phil Harvey ist Vorsitzender des Aufsichtsrats von DKT International und war bis 2013 Präsident der Stiftung. Darüber hinaus ist er auch Mitglied im Kuratorium von Maria Stopes International.

48 Millionen Pfund britische Regierungsgelder für Abtreibungen in Entwicklungsländern

Wie bereits berichtet, greift auch die britische Regierung auf Marie Stopes International zurück, wenn es darum geht, Abtreibungen in Entwicklungsländern zu fördern. Im Jahr 2018 erhielt Marie Stopes International dafür etwa ca. 48 Millionen Pfund an Fördergeldern aus der Abteilung für internationale Entwicklung der britischen Regierung. Seit 2006 steigerte die britische Regierung ihre Ausgaben für Marie Stopes International um das 50-fache. Laut einem Bericht wurde die britische Regierung damit zum größten Einzelspender der Organisation und dies obwohl in einer Umfrage 65% der Briten die Verwendung von Steuergeldern für Abtreibungen in anderen Ländern ablehnten. (MM)

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