IEF, 2.07.2019 – In Österreich soll es künftig mehr Geld für die Pflege geben. Die jährliche Wertanpassung des Pflegegeldes wurde im Nationalrat einstimmig beschlossen.

Nach dem jüngsten Beschluss des Nationalrates soll das Pflegegeld ab 01.01.2020 regelmäßig valorisiert und auf Basis des Pensionsanpassungsfaktors entsprechend erhöht werden. Die künftige jährliche Wertanpassung soll für alle sieben Pflegestufen erfolgen, nicht wie ursprünglich von der türkis-blauen Regierung geplant, erst ab Stufe vier. Seit seiner Einführung im Jahr 1993 hat das Pflegegeld laut Experten insgesamt rund 35 Prozent an Wert verloren. Die Kosten für die Anpassung sollen sich auf rund 50 Millionen Euro jährlich belaufen.

Valorisierung des Pflegegeldes längst überfällig

Der Gesetzesbeschluss geht ursprünglich auf einen Antrag der Liste JETZT zurück. Initiator Bruno Rossmann zeigt sich erfreut über die Wertanpassung: „Das sei man den pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen angesichts des Wertverlustes schuldig.“ Auch die Caritas begrüßt den einstimmigen Beschluss: “Die Valorisierung ist ein wichtiger Schritt für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen. Ich bin zuversichtlich, dass gemeinsam noch viele weitere Schritte gelingen, um das Pflegesystem in Österreich zukunftsfit zu machen”, so Caritas Österreich-Generalsekretär Bernd Wachter.

Ebenfalls erfreut zeigt sich die Diakonie : “Die rund 460.000 Bezieher des Pflegegeldes und deren Angehörige profitieren direkt von der Erhöhung, und das ab nun jährlich”, so Diakonie-Direktorin Maria Katharina Moser. (DP)

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