IEF, 14. 12. 2018 – Im Rahmen des zweitägigen Symposions an der Hochschule Trumau (ITI) zu den beiden Enzykliken „Humanae Vitae“ und „Veritatis Splendor“ wiederholte Christoph Kardinal Schönborn in seinem Impuls seine traurige Feststellung, dass Europa dreimal „Nein“ zum Leben gesagt habe.

Das erste Mal bei seiner ablehnenden Haltung gegenüber der päpstlichen Enzyklika “Humanae vitae“, das zweite Mal bei der in vielen Ländern eingeführte Fristenregelung und das dritte Mal bei der Anerkenntnis eheähnlicher Verbindungen gleichgeschlechtlicher Paare. In drastischen Worten unterstrich der Kardinal: „Europa stirbt, weil es Nein zum Leben und zu seiner eigenen Zukunft sagt.“

Dennoch vertraue der Erzbischof von Wien darauf, dass sich die wahre Natur des Menschen durchsetzen werde, genauso wie das christliche Verständnis der Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau. Es gehe darum, junge Paare zu ermutigen, „großzügig ‚Ja zum Leben‘ (zu) sagen – und damit zu ihrer Zukunft.“ Dafür seien die gelebten Vorbilder christlicher Familien unbedingt notwendig.

Im Fokus der Veranstaltung stand die Bedeutung der beiden Enzykliken für die Gegenwart. Unter den Referenten waren neben Kardinal Schönborn u.a. der Erzbischof von San Francisco, Salvatore Cordileone, die Nationalratsabgeordnete Dr. Gudrun Kugler und der Rektor des ITI, Prof. Christiaan Alting von Geusau.

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