IEF, 05.12.2019 – Mit Einrichtungen wie der St. Elisabethstiftung der Erzdiözese Wien versucht die Kirche, Müttern und Kindern, welche sich oft in für sie aussichtslosen Lebenssituationen befinden, zu helfen.

Der Kirche wird immer wieder zu Unrecht vorgeworfen, dass sie den Menschen viel abverlangt, ohne sie gerade in schwierigen Lebenssituationen tatkräftig zu unterstützen. Hier eine – nicht vollständige – Auflistung von Einrichtungen und Initiativen, die das Gegenteil beweisen.

Der Kirche geht es nicht um eine schnelle und vermeintliche Beseitigung des Problems in Form einer Abtreibung, sondern darum Schwangere und alleinerziehende Mütter sowie ihre Kinder konkret zu unterstützen, ihnen ein Dach über dem Kopf zu ermöglichen sowie ihnen neue Perspektiven und Chancen zu eröffnen. Bei der St. Elisabethstiftung beispielsweise geschieht dies vor allem in Form von Beratungen, finanzieller Unterstützung, Wohnraumbeschaffung und dem Ausarbeiten gezielter Maßnahmen. Auch die Caritas betreibt Mutter-Kind Heime und hilft konkret jenen Familien, die Kinder mit besonderen Bedürfnissen haben.

Ebenso gibt es zahlreiche Vereine, die Mutter und Kind helfen. Wie die Österreichische Lebensbewegung, die Aktion Leben, die Initiative „Es gibt Alternativen“, Jugend für das Leben und zahlreiche Pfarren, Einzelpersonen und private Initiativen sowie die Telefonnotrufnummer 0800 999 178 unter www.abtreiben.at.

Auch haben Bund, Länder und Gemeinden durch das Kinderbetreuungsgeld, die Familienbeihilfe, die Wohnbeihilfe, Studienförderungen, finanzielle Zuschüsse Unterstützungsmöglichkeiten in Krisensituationen und das Pflegegeld zahlreiche Möglichkeiten vorgesehen, eine aufgrund der Erwartung eines Kindes vielleicht prekäre Situation zu entschärfen. Oft aber fehlt es Frauen in einer Entscheidungssituation an den nötigen Informationen und Perspektiven. Hier sind psychosoziale Beratungsstellen gefragt wie etwa die geförderten und daher für die Klienten kostenlosen Familienberatungsstellen und Frauenberatungsstellen. Dazu gehören etwa die Aktion Leben, zahlreiche Beratungsstellen in den Diözesen, aber auch der Beratungsdienst am Institut für Ehe und Familie. Auch das Netzwerk Frühe Hilfen ist dazu da, Familien und (Klein-)Kinder insbesondere bei gesundheitlichen Fragen zu unterstützen und so Chancengleichheit und Lebensqualität zu fördern. Grow Together wiederum ist ein Team rund um die Kinderärztin Dr. Katharina Kruppa, das gezielt Eltern mit Babys in schwierigsten Lebenssituationen mittels langfristiger, intensiver und bindungsorientierter Betreuung begleitet, um auch bei schwieriger Ausgangslage einen guten Start ins Leben zu ermöglichen.

Seit jüngstem gibt es am Institut für Ehe und Familie (IEF) in Wien auch eine spezielle rechtliche Beratung für Familien mit Minderjährigen mit besonderen Bedürfnissen. Gerade wenn ein Kind eine oder mehrere Behinderungen hat, ist es für Eltern hilfreich, wenn sie bei der Inanspruchnahme von öffentlichen Förderungen unterstützt werden. Es gibt davon viele, aber oft ist der Weg mühsam und undurchsichtig. Genau dafür ist die neue Beratung am IEF eine Anlaufstelle – hierher können Betroffene mit allen Anliegen kommen und werden im Sinne eines „one-stop shop“-Verfahrens durch die diversen Anlaufstellen begleitet. Die Beratungsstelle kann unter 01 51611 1100 zu Bürozeiten telefonisch zwecks Terminvereinbarung erreicht werden. (AH)

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