IEF, 18.02.2019 – Stellungnahme des Instituts für Ehe und Familie zur Bürgerinitiative #Fairändern

Das Institut für Ehe und Familie (IEF) unterstützt die Initiative #Fairändern in ihrem Anliegen, die Situation für schwangere Frauen und ihre Kinder in Österreich zu verbessern: Schutz vor Überrumpelung, umfassende Information und ein Ende der Diskriminierung aufgrund von Behinderung sind ein Gebot der Stunde. Gleiches gilt für die Bürgerinitiative „Fakten helfen“, die sich ebenfalls für die Einführung einer statistischen Erhebung und Motivforschung rund um Schwangerschaftsabbrüche einsetzt. Beide Bürgerinitiativen erhielten jeweils weit über 50.000 Unterschriften – ein starkes Zeichen für die Bedeutung dieser wichtigen Anliegen. Das IEF freut sich über die prominente – parteienübergreifende – Unterstützung der Bürgerinitiative #Fairändern wie etwa durch Nationalratspräsident Dr. Wolfgang Sobotka, Bundesminister Norbert Hofer, mehrere Nationalratsabgeordnete und weitere Politiker, wie etwa den früheren Landeshauptmann von Niederösterreich, Dr. Erwin Pröll.

Frauen, die ungewollt schwanger werden, sind in einer sehr belastenden Ausnahmesituation, und werden oftmals allein gelassen. Das sollte es in Österreich nicht geben. Anliegen von #Fairändern ist es unter anderem, Frauen vor Überrumpelung und äußerem Druck zu schützen. Zum Schutz der schwangeren Frau braucht es eine Bedenkzeit vor dieser Lebens-entscheidenden Frage, eine Abtreibung durchzuführen. „Immer wieder erreichen uns Berichte von Frauen, die in einer solchen Situation zu einer raschen Entscheidung gedrängt werden und darunter leiden“, so Mag. Johannes Reinprecht, Direktor des Instituts für Ehe und Familie.

Alle Eltern wünschen sich, dass ihr Kind gesund zur Welt kommt. Wenn Ärzte vorhersagen, dass dies – voraussichtlich – nicht der Fall sein wird, führt dies zu einer sehr schwierigen psychischen Situation der Eltern, insbesondere der Mütter. Mütter brauchen in einer solchen Situation einfühlsamen Rat, psychologische Hilfe und auch konkrete finanzielle und materielle Unterstützung.

Die Abtreibung bis zur Geburt wegen eugenischer Indikation hat das Bewusstsein in Österreich dramatisch verändert und untergräbt das Lebensrecht von Menschen mit Behinderung. Angesichts dieser Rechtslage ist es für Frauen psychologisch und gesellschaftlich eine große Herausforderung, ein mutiges JA zu ihrem behinderten Kind zu sagen. Durch die eugenische Indikation wird das Lebensrecht von Menschen allein aufgrund ihrer Behinderung weniger geschützt. Das ist eines Rechtsstaats unwürdig.

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