IEF, 13.3.2019 – Am kommenden Wochenende findet die erste 5-Ländertagung des Netzwerks „Frühe Hilfen“ in Vorarlberg unter dem Titel „Gesundes Aufwachsen für alle – Frühe Hilfen als erster Baustein einer Gesamtstrategie zur Gesundheitsförderung und Prävention” statt.

Organisiert wird die Tagung vom Netzwerk Familie (Vorarlberg) und dem Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) in Kooperation mit PartnerInnen aus Deutschland, der Schweiz, Südtirol und Liechtenstein und soll einen fachlichen Austausch zu Konzepten, Umsetzungserfahrungen und wissenschaftlichen Erkenntnissen rund um das Thema Frühe Hilfen im deutschsprachigen Raum ermöglichen.

Unter „Frühe Hilfen“ wird ein Gesamtkonzept verstanden, dass mit Hilfe von Familienbegleitern (werdende) Familien in herausfordernden Startsituationen entlasten und durch ein multiprofessionelles Netzwerk die passenden Unterstützungs- und (medizinische) Betreuungsangebote vermitteln soll.

Laut Eigendefinition zielen „Frühe Hilfen“ darauf ab, Entwicklungsmöglichkeiten und Gesundheitschancen von Kindern und Eltern in Familie und Gesellschaft frühzeitig und nachhaltig zu verbessern. Neben alltagspraktischer Unterstützung wollen „Frühe Hilfen“ insbesondere einen “Beitrag zur Förderung der Elternkompetenzen von (werdenden) Müttern und Vätern leisten. Sie zielen des Weiteren auf eine Verhinderung bzw. Reduktion von Entwicklungsstörungen, -verzögerungen und Krankheiten. Damit tragen sie maßgeblich zum gesunden Aufwachsen von Kindern bei und sichern deren Rechte auf Schutz, Förderung und Teilhabe.“

Worum es bei „Frühe Hilfen“ geht, wird in einem anschaulichen Video erklärt. Das Netzwerk startete als Pilotprojekt 2015 und hat sich mittlerweile in allen Bundesländern in Österreich etabliert.

Bei der Tagung am 15./16.3 in Dornbirn werden neben einem Überblick über die Situation im deutschsprachigem Raum und der Vorstellung einer Längsschnittstudie zum Präventionsprogramm  SAFE®-Sichere Ausbildung für Eltern in verschiedenen Foren einzelne Aspekte der Frühen Hilfen diskutiert. Darunter zum Beispiel auch der epigenetische Einfluss von Stresssituationen auf das Kind während der Schwangerschaft, die Ergebnisse bindungsorientierter Begleitung und verschiedene Ansätze zur Qualitätsverbesserung von Frühen Hilfen.

Im Rahmen des Liechtenstein-Forums wird zudem für die Liechtensteinischen Teilnehmer die IST-Situation und der Bedarf in der Präventionsarbeit mit belasteten Schwangeren und Jungfamilien in Liechtenstein erörtert.

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