AT / Familie: Volkshilfe macht sich stark gegen Kinderarmut

IEF, 22.5.2018 – Erst vor kurzem berichtete das Institut für Ehe und Familie (IEF) über eine parlamentarische Enquete zum Thema Kinderarmut. Nun macht die Volkshilfe wiederholt auf das Thema aufmerksam machen.

Neue Studienergebnisse zu Kinderarmut

Die Wohlfahrtsorganisation Volkshilfe veröffentlichte Anfang Mai neue Umfrageergebnisse, die zeigen, dass Armut bei Kindern in nahezu jeder untersuchten Kategorie zugenommen habe. Mithilfe des SORA-Insituts (Institute for Social Research and Consulting) wurden ca. 1000 Personen ab 15 Jahren zu verschiedenen Themen rund um Kinderarmut befragt. Dabei ging es um Aspekte zur staatlicher Unterstützung, Befürwortung einer Grundsicherung oder auch dem Sparverhalten der Eltern in finanziell knappen Zeiten. So sagen etwa Dreiviertel der Befragten, dass die finanzielle Unterstützung des Staates für Familien nicht ausreiche, um den finanziellen Aufwand für Kinder zu decken, so die Ergebnisse der Umfrage.

Volkshilfe weißt auf langfriste Folgen hin

Bereits einige Tage zuvor wies Erich Fenninger, Direktor der Volkshilfe, auf das zunehmende Problem der Armut bei Kindern hin und weist auf die nachhaltigen Folgen hin: “Die Auswirkungen sind nicht nur unmittelbar, sondern begleiten die betroffenen Kinder ihr Leben lang. Ihnen wird die Teilhabe an der Gesellschaft verwehrt und ihre Zukunftsperspektiven verkleinern sich auf ein Minimum.”

Politische Maßnahmen reichen noch nicht aus

Fenninger beruft sich dabei auf die Zahlen der EU-SILC Erhebung, einer jährlichen Erhebung der Lebensbedingungen in Privathaushalten. Besonders betroffen seien laut dieser Studie Kinder in Ein-Eltern-Haushalten oder auch Kinder in Familien mit mehr als drei Kindern.

Auch die nun veröffentlichte Studie zeigt, dass große Teile der Bevölkerung nicht der Meinung sind, dass die aktuellen familienpolitischen Leistungen ausreichen, um Kinderarmut zu bekämpfen und daher mehr Förderung  für eine notwendige Maßnahme halten.

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