AT / Familie: Katholischer Familienverband verlässt LandesElternVerbandWien (LEVW)

IEF, 25.04.2019 – Bei der Vollversammlung des LEVW vom 10.04.2019 verließ der Katholische Familienverband (KFV) Wien geschlossen die Versammlung. Trotz intensiven Gesprächen bliebe der Eindruck erhalten, den Kinderfreunden ginge es lediglich darum, ihre politische Meinung zu Schulthemen – vermeintlich im Namen aller Eltern – an die Öffentlichkeit zu bringen, heißt es in der Presseaussendung des Wiener KFV.

Der LEVW wurde vor über 50 Jahren als überparteilicher Verein von den Wr. Kinderfreunden und dem Katholischen Familienverband Wien gegründet. Ziel war es, als Interessensvertretung der Wiener Elternvereine und Elternvertreter/-innen, gemeinsam die Rechte der Eltern in der Schulpartnerschaft zu stärken und die Bildungspolitik im Sinne der Eltern mitzugestalten. Durch den Austritt des Katholischen Familienverbandes verliert der LEVW nunmehr auch hinsichtlich seiner Zusammensetzung seine Überparteilichkeit. Die Kinderfreunde gelten als Vorfeldorganisation der SPÖ.

Der KFV Wien bedauert laut Presseerklärung, dass es zu diesem Schritt kommen musste. Ursprünglich hätte der LEVW die Vielfalt an Elternmeinungen widerspiegeln sollen. „Eine solche Partnerschaft erfordert den Willen, gemeinsam die Rechte der Eltern von Schulkindern zu stärken und in bildungspolitischen Fragen einen Konsens zu finden. Dies war in den letzten Jahren nicht mehr gegeben.“, begründet Mag. Barbara Fruhwürth, Vorsitzende des Katholischen Familienverbandes, den Austritt.

Klar distanzieren wolle sich der KFV von einer rein parteipolitisch motivierten Vorgehensweise der Wr. Kinderfreunde. Der Katholische Familienverband Wien bleibe jedoch bildungspolitisch weiterhin sehr aktiv. „Wir sehen dies als Chance unsere Ressourcen und Expertise verstärkt auch in anderen bildungspolitischen Gremien einzubringen“, so die Vorsitzende des KFV. (FF)

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