IEF, 11.04.2019 – Aus der neuersten Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung der Statistik Austria geht hervor, dass 4 von 5 Österreichern über alle Altersgruppen hinweg als Elternteil oder Kind im Verband der Kernfamilie zusammenleben.

Als Kernfamilie nach einem Konzept der Vereinten Nationen gelten in dem Zusammenhang Ehepaare und Lebensgemeinschaften mit oder ohne (im gemeinsamen Haushalt lebenden) Kind(-ern) bzw. Ein-Eltern-Familien. Die bei der Studie verwendeten Daten stammen aus einer Stichprobenerhebung in Privathaushalten, bei der wöchentlich ca. 1.500 Haushalte befragt werden.

Laut der präsentierten Statistik gab es 2018 demnach 3.916.000 Privathaushalte, darunter 2.319.000 Einfamilien– und 58.000 Mehrfamilienhaushalte. Der größte Teil aller bis 24-Jährigen (95%) lebte, meist als Kind mit einem oder beiden Elternteilen zusammen oder lebte bereits in einer Partnerschaft (4%). Der größte Anteil derer, die als Elternteil mit ihren Kindern zusammenlebte, entfiel auf die 35 bis 54-Jährigen.

Im Vergleich zum Jahr 1988 lässt sich hier ein deutlicher Zuwachs (37%) an Privathaushalten von 2.849.000 auf 3.916.000 feststellen. Obwohl dieser Anstieg teilweise mit dem Bevölkerungszuwachs zusammenhängt, ist die Veränderung größtenteils auf die Zunahme der Zahl der Ein-Personen-Haushalte von 786.000 im Jahr 1988 auf 1.457.000 im Jahr 2018 zurückzuführen.

Die Anzahl der Mehrpersonen-Nichtfamilienhaushalte belief sich 2018 laut den Erhebungen auf 83.000. 1.457.000 der Österreicher lebten allein. Hier ist im Vergleich zu früheren Jahren ein deutlicher Anstieg von 10% im Jahr 1988 auf 17% im Jahr 2018 zu verzeichnen.

Von 1985 bis 2018 nahm die Zahl der Familien in Österreich insgesamt um 19% von 2.052.000 auf 2.436.000 zu. 2018 lebten in Österreich insgesamt 2.436.000 Familien, darunter 1.736.000 Ehepaare und 394.000 Lebensgemeinschaften sowie rund 257.000 Mütter und 48.000 Väter in Ein-Eltern-Familien. Ehepaare mit Kindern stellen nach wie vor die häufigste Familienform dar, nicht-traditionelle Familienkonstellationen gewinnen jedoch immer mehr an Bedeutung. Patchworkfamilien, also Familienverbände in die Elternteile ihre Kinder aus früheren Ehen oder Lebensgemeinschaften in eine neue Beziehung einbringen, gab es 2018 insgesamt 85.000. Im Hinblick auf die Gesamtzahl von Familien, ist dies ein Prozentsatz von 8,9%.

Drucken