IEF, 18.07.2019 – Weil Österreich politisch gerade etwas turbulente Zeiten durchmacht, möchte Hélène Cuenod mit prayforaustria.at die Menschen dazu ermutigen im Hinblick auf die Nationalratswahlen im September für die politischen Entscheidungsträger zu beten. Das IEF unterstützt diese Initiative.

Das Ziel sei es, das Vertrauen und die Hoffnung in Österreich zu stärken, so die Initiatorin der Gebetsplattform. Die engagierte Katholikin wünscht sich, dass “noch viel mehr Menschen für die Politik und Politiker unseres Landes beten können, und sich für jeden Politiker ein Beter findet”.

Die seit 2002 in Wien als Unternehmensberaterin tätige Hélène Cuenod ist von der Kraft des Gebets überzeugt: “Ich möchte nicht irgendwann dasitzen und darüber diskutieren, was alles schlecht läuft. Sondern ich möchte aktiv etwas tun und ich bin überzeugt davon, dass ein Gebet Kraft, Zuversicht und Frieden gibt. Es hilft, in turbulenten oder unklaren Situationen klarer zu sehen und gute Entscheidungen zu treffen.” Auf der Website der Initiative erinnert sie auch an die großen Gebetsbewegungen, die es in Österreich bereits in der Vergangenheit gegeben hat und die eindeutig gezeigt hätte, dass Beten hilft.

Beten regt auf

Die mediale Aufmerksamkeit kam unerwartet. Wöchentlich wird in zahlreichen Sonntagsmessen landein- und landauf für Politiker gebetet. Dass die Online-Initiative „Pray for Austria“ nun auf meist kritische Resonanz in den Medien traf, könnte an der zeitlichen Nähe zum Auftritt von Sebastian Kurz beim freikirchlichen Event Awakening Austria liegen.

Die mediale Aufregung um das dortige Segensgebet für Kurz werfe für die Nationalratsabgeordnete Gudrun Kugler vor allem die Frage nach der „Präsenz von Glaube und Religion in Politik und Öffentlichkeit“ auf. „In den meisten Ländern der Welt ist diese selbstverständlich. In Österreich ist man hingegen zunehmend unentspannt“, so Kugler in einem Gastkommentar in der Kleinen Zeitung. Die Demokratie brauche ein lebendiges Christentum. Sie als Politikerin sei dankbar, wenn für sie gebetet wird. Auch für Kardinal Christoph Schönborn gehört das Gebet für Politiker zum „Grundbestand der christlichen Lehre“.

Über die neue Online-Plattform ist dies nun noch einfacher. Insgesamt sind 274 Politiker auf der Seite angeführt. Wer mitmachen und mitbeten möchte, kann sich online registrieren. Das Institut für Ehe und Familie (IEF) ist neben anderen namhaften Institutionen offizieller Unterstützer dieser Initiative.

Pray for Austria sei bewusst überkonfessionell angelegt und solle auch einen wichtigen ökumenischen Impuls setzen. Ziel sei eine “kraftvolle Gebetsbewegung”, die Österreich bis zu den Nationalratswahlen im September und vor allem alle Politiker des Landes stärkt. (AMK)

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