IEF, 13.3.2019 – Das Wiener Büro für Frauengesundheit und Gesundheitsziele hat in Kooperation mit der Ärztekammer neue Leitfäden herausgegeben, die Ärzten und Ärztinnen sowie Hebammen das Gespräch mit Schwangeren über das Rauch- und Alkoholverhalten während der Schwangerschaft erleichtern sollen.

Schon seit einigen Jahren wird dem Mutter-Kind-Pass die Broschüre “Eine Auszeit für Ihr Baby – Informationen zu Rauchen und Alkohol in der Schwangerschaft” des Wiener Frauengesundheitsprogramms beigelegt. Grundsätzlich sollte auch im Rahmen der Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen das Rauchverhalten und der Alkoholkonsum bei jeder Schwangeren abgefragt werden. In der Praxis fehle es aber immer wieder an Zeit, Frauen ausreichend über die Folgen des Rauch- und Alkoholkonsums während der Schwangerschaft zu informieren. Auch bestünden immer wieder Hemmungen, das Thema nachdrücklich anzusprechen. Daher erarbeitete das Wiener Büro für Frauengesundheit nunmehr in Kooperation mit der Ärztekammer prägnante Leitfäden, die solche Gespräche erleichtern sollen.

Die Leitfäden sollen Anregungen für eine Gesprächseinstieg geben. Ziel sei es, Schwangeren den völligen Verzicht auf Alkohol und Zigaretten zu empfehlen. „Der Mythos, dass ein gelegentliches Glas Alkohol oder einige wenige Zigaretten täglich dem Ungeborenen nicht schaden, hält sich leider auch beim Gesundheitspersonal.“, kritisiert Kristina Hametner, Leiterin des Büros für Frauengesundheit und Gesundheitsziele. Da es aber unmöglich sei, eine risikofreie Konsummenge zu garantieren, könne nur der völlige Verzicht empfohlen werden.

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