IEF, 18.12.2019 – Eltern sollten nicht nur den Medienkonsum ihrer Kinder, sondern auch ihren eigenen im Blick behalten.

Gerade zu Weihnachten stehen Laptops, Smartphones und Tablets auf der Wunschliste der Kinder. Doch wie kann man den eindeutigen Anstieg unter den 12-17 Jährigen, deren Medienkonsum als problematisch einzustufen ist, eindämmen. Mittlerweile geht man bereits von 22,4% aus. Ebenso kritisch ist zu sehen, wie leicht Heranwachsende im Internet mit pornografischen Inhalten konfrontiert werden.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) empfiehlt in ihrer Presseaussendung vom 03.12.2019 nicht nur eine Mediennutzungsdauer für Kinder einzuführen, sondern als Familie medienfreie Zeiten einzuplanen. „Solange der Medienkonsum nicht die komplette Freizeit ausfüllt und das familiäre Miteinander belastet, ist das richtige Maß gegeben. Eltern sind mit ihrer Mediennutzung auch hier Vorbild für ihre Kinder. Sie sollten die gemeinsame Zeit als wertvoll und unwiederbringlich verstehen.“, meint etwa Dr. med. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA. Bei Aktivitäten wie Spielen, Ausflügen sowie gemeinsamem Essen, sollten digitale Medien tabu sein. „Es ist wichtig, dass Familien die Freizeit möglichst aktiv gestalten und bewusst genießen“, so Thaiss.

Eltern sollten auch darüber sprechen, dass man im Netz auf Dinge stoßen kann, die einem komisch oder eklig vorkommen könnten. In dem Fall sollte das Kind wissen, dass es sich mitteilen kann – auch wenn es etwas als peinlich empfindet. Ebenso gibt es die Möglichkeit technische Maßnahmen wie das Aktivieren von Sicherheitseinstellungen oder Installation von Jugendschutzprogrammen zu setzen. Konkrete Empfehlungen dazu gibt es etwa auch vom Verein Safer Surfing.

Im Grunde gilt, wie auch schon mehrfach vom IEF berichtet: Erwachsene dienen – ob sie wollen oder nicht –  als Vorbild und sollten sich dessen sehr bewusst sein. (RG)

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