IEF, 4.10.2019 – Die S3-Leitlinie Palliativmedizin konzentriert sich auf Themenbereiche wie Atemnot, Schmerz, etc. und richtet sich primär an erwachsene Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung. Die erste Version wurde 2015 publiziert, eine Aktualisierung und Erweiterung wurde vor kurzem veröffentlicht.

Die Entwicklung der S3-Leitlinie Palliativmedizin für Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung wurde im Frühjahr 2011 unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) begonnen und konnte im Frühjahr 2015 abgeschlossen werden. „S3“ ist die höchste Qualitätsstufe der Leitlinienentwicklung und bedeutet, dass die Leitlinie alle Elemente einer systematischen Entwicklung durchlaufen hat (Logik-, Entscheidungs- und Outcome-Analyse, Bewertung der klinischen Relevanz wissenschaftlicher Studien und regelmäßige Überprüfung).

In den Leitlinien finden sich Empfehlungen zu ausgewählten palliativmedizinischen Symptomen und Versorgungsfragen für Patienten mit einer Krebserkrankung und diagnose-übergreifende Fragestellungen zur palliativmedizinischen Betreuung.

Die erste Version der S3-Leitlinie konzentrierte sich auf die Themenbereiche Atemnot, Schmerz, Obstipation, Depression, Kommunikation, Sterbephase und Versorgungsstrukturen. Die aktualisierte Version wurde um acht Themenfelder erweitert: Maligne Intestinale Obstruktion, Übelkeit/Erbrechen, Schlafstörungen/Nächtliche Unruhe, Wundpflege, Fatigue, Angst, Therapiezielfindung und Umgang mit Todeswunsch.

Lesen Sie auch zum Thema Lebensende den Kommentar von Martin Teising und Reinhard LindnerNiemand stirbt für sich allein” in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. (TSG)

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