IEF, 29.01.2020 – Vergangene Woche ist in den USA eine Frau bei der Geburt eines Kindes, das sie als Leihmutter ausgetragen hat, gestorben. Das berichteten mehrere Medien, unter anderem CNN, die Bunte oder Foxnews. Die 28-Jährige hinterlässt ihre Familie mit zwei kleinen Kindern, für die auf der Website GoFundMe.com ein Spendenaufruf veröffentlicht wurde.

Komplikationen während der Geburt – Baby überlebt

Laut den Medienberichten hatte die junge Amerikanerin mit ihrem Ehemann zunächst zwei eigene Kinder bekommen, bevor sie sich entschloss, „anderen zu helfen, ein Baby zu haben“. Die Leihmutter-Schwangerschaft, an der sie letztlich starb, war bereits die zweite für die gleiche Familie. Bei der Geburt war es zu Problemen gekommen, ein Notkaiserschnitt rettete dem Baby das Leben, die Leihmutter aber starb nach wiederholten Reanimationsversuchen – offenbar aufgrund des hohen Blutverlusts.

Bestürzung und Kritik in den Medien

Die Medienberichte sind voll von Bestürzung über den tragischen Tod der Frau und das Schicksal ihrer beiden Kinder, die nun ohne Mutter aufwachsen müssen. Aber es sind auch kritische Stimmen zu lesen, wie etwa der lesenswerte Beitrag von Kathryn Jean Lopez im Onlinemedium National Review. Neben – oder eher wegen – der Betroffenheit über den aktuellen Fall wird das Thema Leihmutterschaft mit all seinen sozialen, moralischen und medizinischen Aspekten in Frage gestellt – unter anderem deshalb, weil die Reproduktionsmedizin mittlerweile ein immenser Industriezweig geworden ist, bei dem es um Geschäfte und nicht den Schutz von Betroffenen geht. (ER)

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