AT / Familie: Kath. Familienverband startet Kampagne zur virtuellen Kontaktförderung in Coronazeiten

IEF, 31.03.2020 – Die neue Kampagne „Schreib mal wieder oder ruf mich an!“ möchte vor allem Kinder zur Kontaktaufnahme mit ihren Großeltern ermutigen.

Einsamkeit sei oft für viele Menschen derzeit schlimmer als die Angst vor dem Coronavirus selbst, heißt es in einer Presseaussendung des Katholischen Familienverbands vom 19. März 2020. Gerade Großeltern fällt es schwer, keinen Kontakt zu ihren Enkelkindern zu haben. Zudem sorgen sich die Kinder um ihre Omas und Opas. Alfred Trendl, Präsident des Katholischen Familienverbands, betont, dass es wirklich hart sei, den direkten, persönlichen Kontakt zu minimieren, aber unbedingt notwendig.

Im Zuge der Kampagne bittet Trendl die Eltern, trotz deren endlos scheinenden To-Do Listen, ihren Kindern den virtuellen Kontakt mit den Großeltern zu ermöglichen. „Schreiben Sie Briefe und scannen diese ein oder fotografieren sie und schicken sie an Oma und Opa. Vereinbaren Sie fixe Telefonzeiten. Kleinere Kinder können Zeichnungen machen, Größere können sogar schon selbst Content produzieren und zum Beispiel ein Video für die Großeltern drehen“. Die Großeltern seien wichtige Bezugspersonen, die in diesen Zeiten viel Halt geben können, so Trendl.

In der Presseaussendung richtet Trendl einen Appell an alle Familien, die Anweisungen der Regierung ernst zu nehmen. Es gelte, auf ältere Mitmenschen und Personen mit erhöhtem Risiko zu achten, ihnen Hilfe anzubieten, aber vor allem den empfohlenen körperlichen Abstand einzuhalten. Die Reduktion des Kontakts zu den Großeltern auf die bloß virtuelle Ebene ist demnach von besonderer Wichtigkeit, um eine Ansteckung zu vermeiden. (TS)

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