AT / Kirche: Kardinal begrüßt den Sparansatz der Regierung zum Schutz der nächsten Generation

IEF, 13.3.2018 – Der Wiener Erzbischof, Christoph Kardinal Schönborn, begrüßte bei der Pressekonferenz zum Abschluss einer Tagung der österreichischen Bischofskonferenz in Sarajewo die Sparpläne der Bundesregierung. In einem ausführlichen Statement dazu auf der Website der Erzdiözese Wien erklärt Schönborn, dass „das Schuldenmachen unsozial und ungerecht ist und auf dem Rücken der Armen ausgetragen wird“.

Als Reaktion auf die Kritik des Präsidenten der Bundesarbeiterkammer, Rudolf Kaske, stellte Schönborn außerdem klar: „Auf dem Rücken der Ärmsten zu sparen, ist unsozial und ungerecht. Ich bin der Caritas dankbar – und unterstütze sie voll und ganz – dass sie sich dafür einsetzt, dass nicht bei den Ärmsten als erste gespart wird.“ Es brauche einerseits die Solidarität der Reichen mit den Armen, der Starken mit den Schwachen. Andererseits sei ein breiter öffentlicher Diskurs über die Frage notwendig, wie die Lasten fair verteilt werden können, so der Kardinal. Schönborn sei zuversichtlich: „Wenn wir zusammenstehen, wird am Ende ein sozial verträgliches und gerechtes Sparen möglich sein.“

Schulden schränkten nicht nur die soziale Leistungsfähigkeit des Staates für lange Zeit ein, sondern seien auch eine unsoziale Umverteilung von unten nach oben: Von den Staatsschulden profitierten jene, die reich genug seien, dem Staat Geld borgen zu können und die dafür dann die Zinsen bekämen, führt der Kardinal weiter aus. Außerdem müssten die Schulden in Zukunft von „unseren Kindern“ zurückgezahlt werden. Da stelle sich Schönborn die Frage: „Wollen wir wirklich immer weiter auf Kosten der nächsten Generation leben?“. Vor diesem Hintergrund begrüße der Kardinal „den Mut der Bundesregierung, keine neuen Schulden mehr machen zu wollen.“

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