IEF, 11.10.2018 – Eine Studie von Forschern aus der Schweiz und aus Australien ergab: Kinderreiche Familien haben ein geringeres Krebsrisiko.

Hintergrund der Studie, die in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift BMC Cancer veröffentlicht wurde, war die Frage, inwiefern die Familiengröße mit einem höheren psychischen Wohlbefinden einhergeht und ob sich dies auf das Krebsrisiko auswirkt. Dabei wurde nicht nur die Kleinfamilie berücksichtigt, also Eltern und ihre Kinder, sondern auch die Größe des Haushaltes, was beispielsweise Mehrgenerationenhaushalte mit Großeltern mit einschließt.

Die Ergebnisse der Studie waren eindeutig: Weltweit zeige sich, dass eine hohe Geburtenzahl und größere Haushalte deutlich mit einem geringeren Krebsrisiko korreliere. Interessanterweise galt dies für beide Geschlechter. Auch bei Männern sank das Krebsrisiko mit der Anzahl der Geburten der Partnerin, sogar deutlicher als das der Frauen.

Die Studie schlussfolgert: Länder, in denen die Familien und Haushalte tendenziell mehr Menschen umfassen haben ein niedrigeres Krebsrisiko, sowohl für Frauen, als auch für Männer. Gründe dafür vermuten die Forscher unter anderem bei den positiven Auswirkungen, die die Beziehungen untereinander in einer Familie auf die Gesundheit haben können, beispielsweise durch die positiven Effekte des Bindungshormons Oxytocin, welches nicht nur bei Vorgängen wie der Geburt oder dem Stillen vom Körper freigesetzt werde, sondern auch in alltäglichen Situationen während der Beziehungspflege innerhalb einer Familie. Zudem vermuten die Forscher, dass die familiäre Unterstützung dabei helfen könne, einen gesunden Lebensstil zu führen und beizubehalten, was sich wiederum auf das Krebsrisiko auswirken könne.

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