IEF-Fortbildung 2020

Frühe Hilfen – Empowerment von Anfang an

 

Sicher gebundene Kinder entwickeln nachweislich mehr Vertrauen in ihre eigene Kompetenz und Selbstwirksamkeit. Ein gezieltes Empowerment der Eltern hilft Kindern – und insbesondere Kindern mit Beeinträchtigungen – von Anfang an gesund aufzuwachsen und ihre Welt mutig zu erobern.

Wie können Eltern ihre Kinder dazu stärken? Was sind die essentiellen „Lebensmittel“ für eine sichere Bindungsentwicklung und was gefährdet diese andererseits? Ist mit der Weitergabe des „Lebenselixiers“ Liebe schon alles getan? Erwarten verunsicherte, gestresste Eltern heute zu viel von sich und ihrem Nachwuchs? Wie können sie der Überforderung entgehen, wenn die Behinderung eines Kindes den Familienalltag belastet? Kinder mit besonderen Bedürfnissen stellen Eltern vor ganz besondere Aufgaben. Kann es gelingen durch frühe Hilfen Familien in erschwerten Bedingungen adäquat zu unterstützen?

ZIELE

Die IEF-Fortbildungen wollen Informationen vermitteln, psychologisches und beratendes Wissen vertiefen sowie Wert- und Sinnorientierung geben, um die Teilnehmer für ihre Arbeit mit Menschen – (Ehe)Paaren und Familien – zu stärken. Bei den Vortragsabenden wird der fachliche Austausch angeregt und dem persönlichen Kennenlernen Raum gegeben.

ZIELGRUPPEN

  • Ehe-/Familie-/Lebensberater und verwandte beraterische Berufe

  • Psychotherapeuten

  • Familienbegleiter oder in der Ehevorbereitung tätige Personen

  • Absolventen von Familienakademien

  • Priester, Diakone, Ordensleute, die an der Schnittstelle von Beratung, Begleitung und Seelsorge mit Familien in allen ihren Realitäten befasst sind

  • am Thema Interessierte

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VORTRÄGE

Sicher gebunden von Anfang an

22.4.2020, 18 -21 Uhr

Sichere Bindung stärkt Kinder für einen guten Start ins Leben. Sie schenkt ihnen Vertrauen und Rückhalt ihre Welt mutig zu erforschen. Beziehung, Anerkennung und Selbstwirksamkeit sind die essentiellen „Lebensmittel“ für eine sichere Bindungsentwicklung und Resilienz. Sie wirken präventiv gegen Vernachlässigung, Missbrauch und Gewalt. Kinder entwickeln sich damit nachweislich emotional, sozial, kognitiv, sprachlich und motorisch besser als andere.

Dr. Katharina Kruppa wird in ihrem Vortrag nach einer Einführung in die Grundlagen der aktuellen Bindungsforschung fundierte Anregungen für ein gezieltes Empowerment von Eltern geben, die Effektivität bedarfsorientierter früher Hilfen und bindungsorientierter Beratung am Kind ausleuchten, sowie auf Möglichkeiten für ein besseres Verständnis im Umgang mit jungen, gestressten und überforderten Eltern und Familien eingehen. Denn selbst in schwierigen, hochbelasteten Lebenssituationen rund um Schwangerschaft, Geburt und Kindererziehung sind nachhaltige, positive Veränderungen möglich. Wenn Eltern lernen, auf die Bedürfnisse ihres Kindes adäquat einzugehen, können sie bestmögliche Gesundheits- und Entwicklungschancen für ihr Kind sicherstellen. Die Leiterin der „Baby-care-Ambulanz“ und Gründerin des Projektes „Grow Together“ wird auf Unterstützungsangebote hinweisen und Perspektiven für eine verbesserte „Early Life Care“ Versorgung aufzeigen.

Ausbildung in International Health Management, Thunderbird School of international Management, Phoenix, Arizona; Vorstandsvorsitzende des gemeinnützigen Vereins „Grow Together, Kinderärztin im Preyer‘schen Kinderspital, seit 2000 Ärztliche Leitung der Baby-care-Ambulanz im Kaiser-Franz-Josef-Spital;  Entwicklung des Behandlungs- und Forschungsschwerpunktes „Frühkindliche Regulationsstörungen“, Leiterin der Kinderschutzgruppe und des Dept. Sozialpädiatrie; Entwicklung des Masterlehrganges für „Early Life Care“ an der Paracelsus Medizinische Privatuniversität / Salzburg; Aufbau und Leitung des Lehrgangs für Eltern-Säuglings-Kleinkindtherapie an der SFU Wien; Lehrbeauftragte für Kinder- und Jugendtherapie, ÖKIDS, Wien; Österreichische Präsidentin der GAIMH (Gesellschaft für seelische Gesundheit in der frühen Kindheit); internationale Vortragstätigkeit im Bereich frühe Kindheit; Buchautorin und Preisträgerin.

Aufgrund der aktuellen Maßnahmen der Bundesregierung zur Eindämmung der Covid-19-Infektionen, muss die psychosoziale Fortbildung “Sicher gebunden – von Anfang an” am 22.4.2020 mit Dr. Katharina Kruppa abgesagt werden.

Für die Fortbildungsveranstaltung wird nach Möglichkeit ein Ersatztermin gesucht, der sobald als möglich bekannt gegeben wird. Für bereits gebuchte Tickets erhalten Sie den Kaufpreis rückerstattet.

Dr. Katharina Kruppa

Dr. Katharina Kruppa

Fachärztin für Kinder- und Jugendheilkunde, Ärztin für Allgemeinmedizin, Psychotherapeutin (Systemische Einzel-, Paar- und Familientherapie) und Kindertherapeutin;

Mag. Barbara Tüchler

Mag. Barbara Tüchler

Diplomstudium Pädagogik, Sonder- und Heilpädagogik/Psychologie

Ganz besonders – von Anfang an

9.11.2020, 18 -21 Uhr

Kinder mit besonderen Bedürfnissen stellen Eltern vor besondere Aufgaben. Wenn vor oder nach der Geburt ein Verdacht oder die Diagnose einer Behinderung eines Kindes im Raum steht, beginnt ein neuer, herausfordernder und außergewöhnlicher Weg für die ganze Familie. Viele Fragen, Sorgen und Ängste kommen auf: „Warum passiert das gerade uns? Wie kann es weitergehen? Welche lebenspraktischen Hilfen gibt es, um den Alltag zu erleichtern?“ Bedarfsorientierte frühe Hilfen und heilpädagogische Beratung setzen frühzeitig an, um Belastungsfaktoren zu reduzieren.

Mag. Barbara Tüchler wird einen Einblick in die möglichen Ursachen von Entwicklungsverzögerungen und Arten von Behinderung geben und auf Besonderheiten beim Bindungsaufbau eingehen. Aus der Praxis für die Praxis wird sie die erste Zeit im Krankenhaus und zu Hause, sowie bestehende Belastungen von betroffenen Familien beleuchten und häufigste Themenstellungen in der Beratung anhand von ausgewählten Fallbeispielen aufgreifen. Der aufkommenden Überforderung und Ohnmacht setzt die Vortragende das Vertrauen der Eltern in die Fähigkeiten des Kindes und in die eigene Selbstwirksamkeit entgegen. Als Mitarbeiterin des Wiener Netzwerks Frühe Hilfen wird sie auf mögliche externe Unterstützungs- und Entlastungsangebote und Fördermöglichkeiten hinweisen.

Diplom Multimediale Kunsttherapie (ÖAGG), Zertifikat Bindungsbasierte Beratung und Bindungspsychotherapie (K.H. Brisch – Paracelsus Medizinische Privatuniversität); Zahlreiche Fortbildungen im Bereich „Frühe Hilfen“; 18 Jahre Berufserfahrung in der mobilen Frühförderung und Familienbegleitung in NÖ; Mitarbeit in der Familienberatungsstelle Baden – Fachbereich Behinderung; Leitungsfunktion in der Frühförderstelle Baden; seit 13 Jahren Beratungstätigkeit auf der Frühgeborenenstation des Landesklinikum Baden-Mödling als Konsiliarkraft; seit 17 Jahren selbständige heilpädagogische Beratungstätigkeit; heilpädagogische Beratung und Therapie im Ambulatorium für Entwicklungsförderung der Wiener Sozialdienste (Schwerpunkt: Frühe Kindheit – WIENET)

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