Hospiz
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AT / Lebensende: Finanzausgleich bringt EUR 18 Mio. mehr

Ausbau der Palliativ- und Hospizbetreuung

IEF, 14.11.2016 – Unisono erfreut zeigten sich Waltraud Klasnic, Vorsitzende des Dachverbandes Hospiz Österreich und Caritas-Präsident Dr. Michael Landau über das Ergebnis des Finanzausgleichs bezüglich des Ausbaus der Palliativ- und Hospizbetreuung und der Absicherung der Pflege. Mit zusätzlichen EUR 18 Mio mehr käme man der Umsetzung der Ergebnisse der parlamentarischen Enquete-Kommission „Würde am Ende des Lebens“ aus 2014 einen entscheidenden Schritt näher. „Unzählige Menschen haben bis jetzt, als Hauptamtliche oder im Bereich ehrenamtlicher Hospizbegleitung, sehr viel und oft mühsame Aufbauarbeit in Österreich geleistet. Das ist der Beginn, dass diese Bemühungen von Seiten der öffentlichen Hand anerkannt und unterstützt werden.“, betont Klasnic im Gespräch mit dem Institut für Ehe und Familie (IEF). Vor allem käme es jetzt darauf an „dass diese zusätzlichen Mittel so eingesetzt werden, dass die Hospiz- und Palliativversorgung – ob Zuhause, im Spital oder im Pflegewohnhaus – für alle Menschen in Österreich erreichbar, zugänglich und leistbar ist.“, ergänzt Landau.

Hospizbetreuung überwiegend auf Spenden angewiesen

Auch Getrude Aubauer, Seniorensprecherin der ÖVP, ist stolz auf das Ergebnis. „Die Einigung im Finanzausgleich ist für den flächendeckenden Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung sowie zur Absicherung der Pflege ein wichtiges Signal. Bis 2020 soll schließlich in ganz Österreich die Hospiz-und Palliativversorgung sichergestellt sein.“ Denn auch für die Politikerin, die mit dem Vorsitz der parlamentarischen Enquete-Kommission im Jahr 2014 beauftragt war, sei es einfach nicht akzeptabel, dass die Hospizbetreuung überwiegend auf Spenden angewiesen ist. Im Hinblick auf die demographische Entwicklung in Österreich, die sich im steigenden Anteil der älteren und dem sinkenden Anteil der jüngeren Generation zeige, sei es absolut notwendig, eine leistbare Versorgung, Zuwendung und Schmerzlinderung im Alter zu ermöglichen, so Aubauer.

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