IEF, 11.1.2017 – Frauen, die hormonelle Kontrazeptiva anwenden, haben laut einer dänischen Studie ein erhöhtes Risiko, an Brustkrebs zu erkranken.

Eine dänische Studie um die Forscherin Øjvind Lidegaard fand heraus, dass durch die Anwendung hormoneller Kontrazeptiva das Brustkrebsrisiko steige und sich erst 5 Jahre nach Absetzen wieder normalisiere. Wie das Deutsche Ärzteblatt berichtet, wurden im Rahmen der bevölkerungsbasierten von der Novo Nordisk Foundation finanzierten Studie die Daten von 1,8 Millionen Frauen zwischen 15 und 49 Jahren (1995–2012) ausgewertet. Bei den beobachteten Frauen traten 11 517 Mammakarzinome auf. Die Forscher ermittelten ein um 20 % erhöhtes Brustkrebsrisiko bei Frauen, die aktuell oder in der jüngeren Vergangenheit hormonelle Kontrazeptiva benutzten.  Das relative Risiko stieg von 1,09 % bei einer Anwendungsdauer von weniger als einem Jahr auf 1,38 % bei einer Anwendungsdauer von mehr als 10 Jahren. Nach 5 Jahren hatten die Ex-Anwenderinnen wieder das gleiche Risiko wie Frauen, die niemals hormonelle Kontrazeptiva benutzt hatten.

Lidegaard hatte 2016 bereits eine Studie veröffentlicht, die den Zusammenhang zwischen der Einnahme hormoneller Kontrazeptiva und einem erhöhten Suizidrisiko aufdeckte.

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