IEF, 14.11.2019 -Am 7.11.2019 fand die zweite Herbstlese der Juristenmesse in der wiener Innenstadt statt.  Ca. 70 Besucher lauschten der von Stephanie Merckens moderierten Gesprächsrunde über Kariere und den Glauben als Kraftquelle und Richtschnur.

Dass Glaube und Karriere einander nicht ausschließen, der Glaube jedoch vielleicht den Blickwinkel auf das, was Karriere bedeutet, verändert, darüber diskutierte Stephanie Merckens im Refektorium des Franziskanerklosters am  mit Univ.-Prof. Dr. Katharina Pabel (Johannes Kepler Universität Linz, Dekanin der Rechtswissenschaftlichen Fakultät), Univ.-Prof. Dr. Gerhart Holzinger (ehemaliger Präsident des VfGH), RA Hon. Prof. Dr. Dr. Jörg Zehetner (Karasek Wietrzyk Rechtsanwälte, Vorsitzender der Wettbewerbskommission) und Mag. Anna Maria Kraetschmer (Institut für Ehe und Familie, Koordinierungsstelle Familienbewegungen).

Die Herbstlese, welche die Feier der jährlichen Juristenmesse im Juni ergänzt, richtet sich insbesondere an Juristen, die sich von christlichen Impulsen ansprechen lassen wollen. Immer gerne auch in Begleitung.

Glaube setzt Limits – aber welche?

Worüber sich alle Diskutanten bereits nach der ersten Gesprächsrunde einig waren: Im Arbeitsleben werde der Glaube an Gott zwar nicht in den Vordergrund gestellt, sei jedoch stets wichtiges Fundament allen Tuns und gebe oftmals eine Grenze vor, die man als Christ auch für die Karriere nicht bereit sein sollte zu überschreiten. Während Univ.-Prof. Dr. Holzinger und RA Hon. Prof. Dr. Dr. Zehetner ihre Erfahrungen jeweils auch aus Sicht eines Mitglieds des Österreichischen Cartellverbands (ÖCV) schilderten, verwiesen Univ.-Prof. Dr. Pabel und Mag. Kraetschmer auf ihre wichtige Prägung durch ein christliches Elternhaus. Die Frage „was ist Dein Talent, das dir mitgegeben wurde und wie kannst Du es beruflich einsetzen“, sei bereits früh gestellt und als positiv empfunden worden. Glaube setzt limits, verstanden als Grenzen, die man nicht mit guten Gewissen überschreiten kann – darüber ist sich die Gesprächsrunde einig. Während Lehre (Pabel) und Rechtsprechung (Holzinger) jedoch betonen, dass man als Jurist staatliches Recht zu befolgen habe, auch wenn es einem inhaltlich nicht immer „gefalle“, kann Zehetner als Rechtsanwalt „weiter gehen“. Für gewisse Dinge, die Mandanten in der Vergangenheit erwartet hätten, hätte er sich nicht „hergegeben“, wie er betont. „Dafür findet man auch die Mandanten, die zu einem passen.“

„Man kann nie tiefer fallen als in die Hand Gottes“

Mit diesem Satz beschreibt Pabel ihre Stärke aus dem Glauben und ihrer Beziehung zu Gott. „Der Glaube gibt ein großes Reservoir, einen großen Impetus auch zum Dankbar-Sein und zum Kraft-Haben einen Weg zu gehen ob er nun leicht ist, oder manchmal auch schwerer“.

Sicherlich eine gute Kraftquelle – auch auf dem Karriereweg. (KL)

Das Gespräch zum Nachhören finden Sie hier:

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