IEF, 17.7.2019 – Die Entscheidung des Parlaments in London könnte nur durch die derzeit suspendierte nordirische Regierung selbst rückgängig gemacht werden.

Das britische Parlament hat Anfang Juli mit klarer Mehrheit die Legalisierung der Abtreibung in Nordirland beschlossen. Bisher waren Abtreibungen in diesem Landesteil des Vereinigten Königreichs nur erlaubt, wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist, oder das Risiko besteht, dass deren psychische oder körperliche Gesundheit ernsthaft beeinträchtigt sein könnte.

Aufgrund eines politischen Konflikts hat Nordirland seit über zwei Jahren keine eigene Regierung und wird geschäftsführend von London aus regiert.  Einem Bericht der Tagespost zufolge könnte das nordirische Parlament, die „Northern Ireland Assembly“, das In-Kraft-Treten verhindern, wenn es bis 21. Oktober wieder zusammentritt. Kommt es dazu nicht, erhält Nordirland ein sehr liberales Abtreibungsgesetz: Abtreibungen wären dann bis zur 28. Schwangerschaftswoche auf Verlangen legal möglich. (KL)

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