Familienbericht
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AT / Familie: Familienbericht unterstreicht Wichtigkeit der Familie

IEF, 26.04.2021 – Der kürzlich präsentierte Familienbericht gibt einen Einblick in die Situation der Familien in den Jahren 2009-2019.

Auch wenn diese Zeit vom Bericht im Grunde noch gar nicht erfasst ist, nahm Familienministerin Susanne Raab bei der Präsentation des aktuellen Familienberichts, der alle zehn Jahre im Auftrag der Bundesregierung erscheint, besonders auf die schwierige Situation der Coronapandemie Bezug, wie der ORF berichtete. Die Bemühungen und Anstrengungen der Familien während der Pandemie habe man als Politik bestmöglich unterstützen wollen. Nun sei es an der Zeit, das Comeback aus der Krise vorzubereiten, so Raab. Mit etwaigen Öffnungsschritten erhoffe sich Raab zudem ein Aufatmen und eine Entlastung der Familien, die während der Krise „unglaublich viel geschultert“ hätten. Eine Krise wie wir sie nun erlebten, zeige einmal mehr die Bedeutung der Familien in der Gesellschaft. Sie würden Halt geben, Schutz und Zuversicht bieten und einander in schwierigen Lebenslagen helfen. Die Familienpolitik setze sich daher für die bestmöglichen Rahmenbedingungen zur Förderung der Familien ein.

Österreich Platz 3 bei Familienleistungen

Besonders stolz sei die Familienministerin auf die finanziellen Leistungen, die den Familien zustünden. Familienpolitische Meilensteine wie die stufenweise Anpassung der Familienbeihilfe, der Familienbonus plus und der Ausbau der Kinderbetreuungsmöglichkeiten sichere Österreich den dritten Platz im EU-weiten Vergleich in Bezug auf die finanziellen Leistungen für Familien. Erfreut über die Ergebnisse des Familienberichts zeigte sich außerdem Familienbund-Präsident Bernhard Baier in einer Presseaussendung. Es werde auf eine gute Mischung aus Geld- und Sachleistungen Wert gelegt. Das sei sehr zu begrüßen, denn Familien bräuchten beides, so Baier. „Auch die vielfältigen Maßnahmen, die zur Erleichterung der Folgen der Corona-Pandemie für Familien gesetzt worden sind, wie der Familienhärtefonds, der mit 200 Millionen Euro dotiert wurde, und die großartige Sonderzahlung zur Familienbeihilfe in Höhe von 360 Euro zeigen, welchen hohen Stellenwert Familien in Österreich haben“, freute sich der Familienbund-Präsident.

Väterbeteiligung in der Familie

In puncto Väterbeteiligung in der Familie habe der Staat bereits die Bedingungen für die Vereinbarkeit von Kindern und Beruf geschaffen, so Wolfgang Mazal, Leiter des Österreichischen Instituts für Familienforschung (ÖIF) und Projektleiter des Familienberichts, bei der Präsentation. Nun liege die Umsetzung an den Unternehmen, wie der Kurier berichtete. Wichtig sei dieses Thema auch deswegen, da Männer eine verstärkte Verantwortung spürten, sich in der Familie zu beteiligen, so Mazal. Mehr als 60% der Väter mit schulpflichtigen Kindern und 58% der Väter mit Kindern unter sechs Jahren verspürten den Wunsch, mehr Zeit mit ihrer Familie zu verbringen, wie aus dem Familienbericht zu entnehmen ist. Aufgrund der vielen Lockdowns konnten viele Männer diesem Wunsch vermehrt nachgehen, wie eine Studie gezeigt hat (Das IEF hat berichtet).

Studie: Familie bietet Halt für junge Menschen

Die Stellung der Familie im Leben junger Menschen sollte man zudem keinesfalls unterschätzen, besonders nicht in Krisenzeiten. Als „Generation Reset“ bezeichnete Simon Schnetzer, Autor der Studie „Junge Österreicher:innen 2021“ die junge Generation während der Corona Pandemie (Presseaussendung).  Man wisse nie, wie weit man kommt, wie viel man gewinnt und verliert, bevor es wieder heißt „Gehe zurück auf Los“, vergleicht Schnetzer die Lebenssituation der jungen Menschen während der Pandemie mit dem Gesellschaftsspiel Monopoly. Besonders die Familie hat während des Lockdowns an Bedeutung gewonnen, wie aus der Studie hervorgeht. So gab eine überwiegende Mehrheit der mehr als 1.000 Befragten im Alter von 14 bis 39 Jahren an, dass die Familie in Zeiten der Krise viel Halt biete. 71% bezeichneten den Zusammenhalt in der Familie als prägendsten Einfluss, der soziale Kontakte, Struktur im Alltag und auch finanziellen Schutz biete. Zudem sei die Familie für 70 Prozent der jungen Österreicher unter den fünf wichtigsten Werten. (TS)

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