IEF, 24.7.2019 – Mehrere Unterschriftenaktionen, die eine Legalisierung von assistiertem Suizid befürworten, sollen dem spanischen Kongress vorgelegt worden sein. In Luxemburg soll es einen aktuellen Gesetzesentwurf geben, dass künftig Tod durch assistierten Suizid oder Tötung auf Verlangen als natürlicher Tod eingeordnet werden solle.

Spanien: Drei Bürgerinitiativen für Legalisierung von assistiertem Suizid

Wie euronews berichtet, seien beim spanischen Kongress drei Bürgerinitiativen mit insgesamt über einer Million Unterschriften eingereicht worden, die die Legalisierung von assistiertem Suizid (mehr als 300.000 Stimmen) fordern sowie einen Mann unterstützen (mehr als 600.000 Stimmen), der seiner Frau beim Suizid assistiert haben soll. Umfragen zeigten angeblich, dass 85 Prozent der Spanier für eine Legalisierung von assistiertem Suizid seien.

Luxemburg: Um den Erhalt von Lebensversicherungen zu erleichtern, soll Tod durch assistierten Suizid oder Tötung auf Verlangen künftig als natürliche Todesursache gelten

Anfang Juli soll der luxemburgische Regierungsrat nach einem Vorschlag des Gesundheitsministers Etienne Schneider einen Gesetzesentwurf beschlossen haben, der vorsieht, Tod durch assistierten Suizid oder Tötung auf Verlangen als natürliche Todesursache einzustufen. Das berichtet die luxemburgische Zeitung Tageblatt. Assistierter Suizid ist in Luxemburg seit 2009 legalisiert, Tötung auf Verlangen seit 2019. Sollte der Gesetzesentwurf den Instanzenweg positiv durchlaufen, könnten dadurch Hinterbliebene entlastet werden, so die Begründung. So könnte etwa der Anspruch auf eine vom durch assistierten Suizid oder Tötung auf Verlangen verstorbenen Patienten abgeschlossene Lebensversicherung einfacherer geltend gemacht werden. (TSG)

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