IEF, 14.9.2019 – Mit drastischen Worten widmete sich der Salzburger Erzbischof und Familienbischof Franz Lackner in seiner Predigt im Rahmen der traditionellen Maria-Namen-Feier, die seit 1958 in Wien abgehalten wird, dem Verfall christlicher Werte in Europa. Christen seien „von allen Seiten in die Enge getrieben“. Nicht selten sehne er „das versprochene Kommen unseres Herrn Jesus Christus“ herbei. Wir würden in einer gottlosen Zeit leben, in der die „Erniedrigung Gottes die Erhöhung des Menschen zur Folge“ habe.  In diesem Zusammenhang sei „der produktive, konsumierende Mensch, nicht jedoch der kranke, alte, flüchtende und auch der ungeborene Mensch“ gemeint.

“Wenn wir diese Themen betrachten, können wir sagen, wir stehen mit Jesus am Abgrund, man will uns hinabstürzen”, so Erzbischof Lackner. In dieser Bedrängnis, eröffne die Mutter Gottes eine Perspektive, die „kongeniale Entsprechung zur Menschwerdung Gottes“. Der Mensch dürfe, so der Familienbischof weiter, dennoch zurecht glauben, “weil wir das Wort Gottes kennen, weil wir das Opfer Christi feiern dürfen”.

Das Christentum habe „das Werden Europas wesentlich bestimmt.“ Lackner erinnerte etwa an „Männer und Frauen, tief von Gott berührt, die aus dieser Berührung heraus in eine Welt voller Nöte blickten, um dann Werke der Barmherzigkeit umzusetzen“.

Auch in Zeiten wie diesen, in denen „Menschen, die gegen Abtreibung auftreten, in der Mitte der Gesellschaft keinen Platz mehr haben“ würden, wären wir nicht allein. Mit Maria würden wir unter dem Kreuz stehen, so Familienbischof Lackner, „und mit ihr vereint erheben wir unsere Augen zum Erhöhten Herrn“.

Den vollständigen Predigttext finden Sie hier. (AMK)

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