IEF, 8.5.2018 – Laut einer Studie ist Glücklichsein bei Erwachsenen direkt mit dem Verheiratetsein verbunden. Ehe „erfülle“ stärker als reines Zusammenleben resümieren Wissenschaftler.

Shawn Grover von der Vancouver School of Economics und John F. Helliwell vom Canadian Institute for Advanced Research und der Vancouver School of Economics veröffentlichten bereits im Dezember 2017 die Ergebnisse ihrer Studie „Wie ist das Leben zu Hause? Neue Zusammenhänge zwischen Ehe und Glück“ .

Die Wissenschaftler werteten zwei britische Umfragen aus. Der eine Datensatz beinhaltet Zahlen von rund 30.000 Personen zwischen 1991 und 2009, um herauszufinden, wie Lebenszufriedenheit in Großbritannien gemessen werde. Die anderen Zahlen stammen aus einer jährlichen Bevölkerungsumfrage von rund 328.000 Briten zwischen 2001 und 2013. Hier konnten die Wissenschaftler Unterschiede in der Lebenszufriedenheit zwischen den Gruppen aller Altersgruppen verheirateter und unverheirateter Personen aufdecken.

Im Vergleich zwischen vor-ehelichem Zufriedenheitslevel und ehelicher Zufriedenheit machten die verheirateten Personen das Rennen. Die Zahlen zeigten außerdem, dass das Level der Zufriedenheit von verheirateten Personen über alle Altersgruppen weniger „hufeisenförmig“ verlaufe. Daraus lasse sich ableiten, dass Verheiratet sein das Absinken der Zufriedenheit in der Lebensmitte („Mid-Life Crises“) deutlich mildern könne und das der große Mehrwert der Ehe sei, nicht auf kurze Zeit angelegt zu sein. Die Wissenschaftler untersuchten außerdem den Faktor Freundschaft als Mechanismus, der einen kausalen Zusammenhang zwischen Ehe und Zufriedenheit erklären könnte. Das Ergebnis ist weniger überraschend als bestätigend: Sahen Ehepartner sich zugleich als beste Freunde an, war das allgemeine Wohlbefinden doppelt so groß als bei anderen.

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