DE / Pro-Life: Deutsche Bischöfe unterstützen Marsch für das Leben

IEF, 21.9.2018 – Am 22. September findet erneut der Marsch für das Leben in Berlin statt. Zahlreiche Bischöfe ermutigten die Veranstalter und sprachen durch Grußworte ihre Unterstützung aus.

Zum 14. Mal findet laut katholisch.de der Marsch für das Leben – diesmal in Berlin – statt. Im letzten Jahr hatten 7500 Menschen daran teilgenommen, darunter auch vier Diözesan- bzw. Weihbischöfe. In diesem Jahr wird mit dem Greifswalder Bischof Hans-Jürgen Abromeit erstmals auch ein evangelischer Bischof an der Veranstaltung teilnehmen.

Kardinal Marx: Schwangerschaftsabbruch ist grundsätzlich mit unserem Werte- und Rechtssystem nicht vereinbar

Bereits im Vorhinein richtete sich unter anderem der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Kardinal Marx, mit einem Grußwort an die Teilnehmer und Veranstalter des Marsches für das Leben. Abtreibung sei eben keine „normale“ ärztliche Dienstleistung. Ganz im Gegenteil. „Die Pflicht des Staates, menschliches Leben zu schützen, leitet sich aus der im Grundgesetz festgehaltenen Überzeugung ab, dass die Würde eines jeden Menschen unantastbar ist“, so der Kardinal. Dabei betonte er, dass der Schutz des ungeborenen Lebens und die Unterstützung werdender Mütter eng zusammenhänge. Immer wieder müsse sich daher sowohl die Kirche als auch die Gesellschaft kritisch fragen, ob sie werdenden Eltern ausreichend Hilfe zukommen lassen.

Auch Bischöfe aus Freiburg, Limburg, Köln und Passau loben die Veranstaltung

„Der Schutz ungeborenen Lebens ist (…) in unserem Glauben fest verankert“, so Georg Bätzing, Bischof von Limburg. Er bedankt sich bei den Teilnehmern und Veranstaltern für das Zeichen friedlichen Protestes für den Schutz ungeborenen Lebens und ermutigt sie in seinem Grußwort, das Thema weiterhin beharrlich, ruhig und friedlich in die Öffentlichkeit zu tragen. Mit ähnlichen Worten richtet sich auch Stephan Oster, Bischof von Passau an den Bundesverband Lebensrecht e.V. Aus Köln betont Weihbischof Dominikus Schwaderlapp das Leben als Geschenk Gottes „vom ersten Augenblick seines Daseins“ an. „Wer Abtreibung erlaubt, macht den Menschen zum Herrn über Leben und Tod – eine Aufgabe, die ihn hoffnungslos überfordert“, so der Weihbischof. In diesem Zusammenhang appelliert Schwaderlapp auch an die Verantwortung der Väter, die ebenso wie die Mütter an der Entstehung des Lebens beteiligt seien und ruft sie dazu auf, Müttern beizustehen und sie darin zu unterstützen, das Kind anzunehmen. Erzbischof Daniel Burger aus Freiburg schließt sich ebenfalls mit einer entschlossenen Botschaft an: „Wir dürfen nicht entscheiden, welches Leben lebenswert ist und welches nicht. Wir dürfen nicht abweichen von unserem Glauben an das Leben und dem Einsatz für das Leben.“

Auch evangelische Bischöfe senden ihre Unterstützung

Mit einem gemeinsamen Grußwort richteten sich die evangelischen Landesbischöfe von Württemberg und Sachen Frank Otfried July und Carsten Rentzing an die Teilnehmer des Marsches für das Leben. „Wir haben Verantwortung dafür, dass Kinder nicht als Einschränkung und Schaden für das eigene Leben betrachtet werden, sondern als Schatz und Segen, als geliebte und gewollte Geschöpfe Gottes,“ so die beiden evangelischen Bischöfe. Zugleich mahnten sie davor, den Lebensschutz als politisches Mittel zu populistischen Zwecken zu instrumentalisieren.

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