IEF, 9.5.2019 – Aus Anlass des 1. Mai fordert der Katholische Familienverband auch Familienarbeit und ehrenamtliche Tätigkeiten verstärkt als Arbeit anzuerkennen und zu fördern. Außerdem sollten haushaltsnahe Dienstleistungen attraktiver gemacht werden.

Unter dem Begriff Arbeit sei nicht nur Erwerbsarbeit, sondern auch Familienarbeit, haushaltsnahe Dienstleistungen und ehrenamtliche Tätigkeiten zu verstehen. Das betonte der Präsident des Katholischen Familienverbands, Alfred Trendl, vergangene Woche und forderte, dass „die vielen möglichen Jobs bei den haushaltsnahen Dienstleistungen durch eine Anstoßförderung gefördert werden“, so Trendl in einer Aussendung anlässlich des Tags der Arbeit am 1. Mai. Konkret schlägt er die Übernahme der Lohnnebenkosten oder eine Art Lohnförderung in Art des Kombilohns durch das AMS vor. „Das würde einen Boom in diesem Wirtschaftsbereich auslösen und die Arbeitslosenzahlen senken“, meinte Trendl.

In der Aussendung begrüßte er, dass der Faktor Arbeit durch den von der Regierung eingeführten Familiensteuer-Bonus Plus für Familien deutlich steuerlich entlastet wurde und durch die kommende Steuerreform weiter sinken wird. Der Familienverband forderte, dass das neue, laut Regierung Anfang 2020 in Kraft tretende Einkommenssteuergesetz die steuerliche Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter ausbauen solle, etwa durch die lohnnebenkostenfreie Übernahme von Kinderbetreuungskosten durch den Arbeitgeber. (ER)

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