AT / Familie: Aufstockung finanzieller Unterstützung für Familienberatungsstellen

IEF, 02.06.2021 – Zusätzliche 2,9 Millionen Euro verspricht Familienministerin Raab den rund 400 Familienberatungsstellen Österreichs.

Bei einem Besuch in einer Familienberatungsstelle in Wien-Neubau kündigte Bundesministerin Susanne Raab (ÖVP) die Erhöhung der finanziellen Unterstützung der Beratungsstellen an. Mit dem zusätzlichen Geld solle sichergestellt werden, dass jede Familie, die es brauche, eine Anlaufstelle finde, so Raab.

Trendwende für Aktion Leben

Erfreut über das zusätzliche Budget zeigt sich die Generalsekretärin der Aktion Leben, Martina Kronthaler. „Die Erhöhung der Mittel für die Familienberatung ist richtig und wichtig, gerade in Zeiten der Krise“, so Kronthaler. Eine solche Budgeterhöhung zähle schon lange zu einer wichtigen Forderung der Aktion Leben. In der derzeitigen Situation, in der viele Familien sehr belastet seien, sei eine „Trendwende“ besonders dringlich, damit Familienberatung bedarfsgerecht angeboten werden könne. Weiteren Handlungsbedarf gäbe es allerdings nach wie vor. Das vom Staat gesteckte Ziel, Familienberatung kostenlos anzubieten, könne ohne private Spenden und Organisationen, die als Träger fungierten und die Familienberatung mitfinanzierten, nicht funktionieren, so die Generalsekretärin.

Wichtiger Schritt für Familienbund

Zuspruch betreffend die Budgeterhöhung kommt auch von Seiten des – VP-nahen – Österreichischen Familienbundes. „Die Herausforderungen durch die Covid-19-Krise, Lockdown, Homeoffice, Homeschooling, teilweise Kurzarbeit oder gar Arbeitsplatzverlust, haben Familien an die Grenzen der Belastbarkeit gebracht. Wir haben auf diese Probleme hingewiesen und bei Familienministerin Susanne Raab ein offenes Ohr für den Mehrbedarf in den Familienberatungsstellen gefunden“, sagt Familienbund-Präsident Bernhard Baier. Die Familienberatungsstellen in Österreich seien wichtige Anlaufstellen für Menschen in Familien- und Partnerschaftsfragen, wo bei verschiedenen Problemen wie Unsicherheiten, Ängste, Einsamkeit geholfen werden kann. Dank der Förderung durch das Familienministerium könne man diese Dienste großteils kostenlos anbieten, das sei insbesondere in diesen Zeiten ein wichtiger Schritt, betont Baier.

Angebote des IEF

Auch das Institut für Ehe und Familie bietet als staatlich geförderte Familienberatungsstelle kostenlos kompetente Beratung in allen Fragen rund um Beziehung, Erziehung, Generationen, etc. – insbesondere im Kontext der Corona-Krise. Hier finden Sie Möglichkeiten,  mit einem Mitglied unseres Beratungsteams in Kontakt zu treten: www.ief.at/beratung.

Guten Rat und viele nützliche Tipps erhalten Sie außerdem auf unserer Coronahilfe-Seite. (TS)

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