UN / Gender: Erstes LGBT-Mandat in der UN

IEF, 16.01.2017 – Da bei einer Abstimmung am 19.12.2016 eine weitere Aufschiebung mit 84:77 Stimmen abgelehnt wurde, hat die UN mit dem Thailänder Vitit Munatrbhorn nunmehr ihren ersten Sonderbeauftragten für Sexuelle Orientierung und Gender Identität. (>>>Link)

Diese Bestellung ist international auf Kritik gestoßen. Während selbstverständlich jegliche Gewalt gegen Personen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Genderidentität verurteilt werde, befürchte man, dass das neue Mandat weit über die Bekämpfung von Gewalt hinaus wirken solle, so Sharon Slater von Family Watch International. Konkret könne man sich aufgrund der Aufgabenstellung eine Propaganda für umstrittenen LGBT-Rechte inklusive entsprechender Einflussnahme in Kindergärten und Schulen erwarten, so die Lobbyistin.

Im Vorfeld der Abstimmung hatten tausende Einzelpersonen und Organisationen daher weltweit einen Brief von „Family Watch International” an die Abgeordneten der Vereinten Nationen gegen die Bestellung eines Experten für sexuelle Orientierung und Gender Identität unterzeichnet (>>>Link).

Auch wenn die Initiatoren dieses Protest ihre Niederlage bei dieser Abstimmung eingestehen müssen, hoffen sie aufgrund des Stimmverhaltens auf stärkere Sensibilität der unterlieg
enden Mitgliedstaaten und wachsender Aufmerksamkeit in der Bevölkerung. (>>>Link)

Wichtiger Hinweis: In manchen deutschen Berichten über die Bestellung des neuen SOGI-Beauftragten wird unter der Mandatsbeschreibung auch eine Entkriminalisierung von „Sodomie” erwähnt. Sodomie bedeutet im Deutschen gemeinhin Sex mit Tieren. Im Englischen versteht man unter „sodomy” jedoch Sex mit Analverkehr oder noch allgemeiner ungezügeltes Sexualverhalten. Nach Recherche des IEF gibt es keinen Hinweis, dass die Mandatsbeschreibung eine Liberalisierung von Sex mit Tieren umfasst, weswegen diesfalls in deutschen Berichten von einem Übersetzungsfehler auszugehen ist (ief).

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