-, Politik-SWE / Klimaschutz: Studie bezeichnet Verzicht auf Kinder als effektivste Maßnahme

SWE / Klimaschutz: Studie bezeichnet Verzicht auf Kinder als effektivste Maßnahme

IEF, 27.7.2017 – Weniger Kinder zu bekommen sei laut der unter dem Titel „The climate mitigation gap: education and government recommendations miss the most effective individual actions” publizierte Studie die wirksamste individuelle Maßnahme zur Bekämpfung des Klimawandels.

Man fühlt sich leicht an US-Autor Dan Brown und seinen Roman „Inferno“ erinnert: „Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass es vier Maßnahmen gibt, die den persönlichen Kohlendioxidausstoß entscheidend verringern können: Vegetarische Ernährung, der Verzicht auf Flugreisen und Auto – und weniger Kinder haben“, fasst Forscher Seth Wynes von der schwedischen Universität Lund die Ergebnisse der Studie zusammen.

Mit dem Verzicht auf ein Auto könne ein Mensch jährlich 2,4 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid einsparen, rechneten die Forscher vor. Eine Ernährung ohne Fleisch spare 0,8 Tonnen CO2 pro Jahr, der Verzicht auf Flugreisen verringere den Kohlendioxid-Ausstoß um durchschnittlich 1,6 Tonnen im Jahr. Der Verzicht auf Kinder ist der Studie zufolge aber bei weitem die wirksamste Klimaschutzmaßnahme: Jedes nicht in die Welt gesetzte Kind bedeute eine CO2-Einsparung von 58,6 Tonnen im Jahr. „Eine amerikanische Familie, die sich entscheidet, weniger Kinder zu haben, trägt im gleichen Maße zur Verringerung der CO2-Emissionen bei wie 684 Heranwachsende, die entscheiden, den Rest ihres Lebens ihre Abfälle systematisch zu recyclen“, schrieb das Forscher-Team.

In Browns Roman „Inferno“ ist es ein vom Biochemiker Bertrand Zobrist entwickelter Virus, der die Bevölkerung dezimieren soll und nachhaltig unfruchtbar machen will. Zynisch betrachtet sei es allerdings fraglich, ob es angesichts derartiger „Studienergebnisse“ überhaupt noch Killerviren braucht, um die Menschen von ihrer Reproduktion abzuhalten, meint Dr. Stephanie Merckens vom Institut für Ehe und Familie (IEF). Es sei nur verwunderlich, dass die Autoren beim Vorschlag nach „weniger Kindern“ halt gemacht haben.

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2017-07-27T19:49:06+00:00