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Inhalt überspringenNewsletter 11/2010
„Eltern unter Druck"
Der Katholische Familienverband Österreichs veranstaltet am 28. April 2010, von 09.00 bis 14.00 Uhr, in Wien (Raiffeisen Zentralbank Österreich AG, Raiffeisensaal, Am Stadtpark 9, 1030 Wien) die Enquete „Eltern unter Druck: Lebenssituationen und Bedürfnisse von Eltern und warum sie heute mehr denn je Unterstützung brauchen". Es referieren u. a. Christine Henry-Huthmacher, Dr. Sophie Karmasin, Dr. Martina Leibovici-Mühlberger und Prof. Dr. Clemens Steindl. Der Eintritt ist frei.
Anmeldung bis 21. April erbeten: anmeldung@familie.at , Tel. 01 -515 52/3201
http://www.familie.at/
Fortbildungsveranstaltung „Schnittpunkte zwischen Scheidungsrecht und „Sozial(versicherungs)recht"
Am 26. April 2010, von 18.00 bis 21.00 Uhr, findet im Institut für Ehe und Familie (1010 Wien, Spiegelgasse 3 / Mezzanin) die Fortbildungsveranstaltung „Schnittpunkte zwischen Scheidungsrecht und „Sozial(versicherungs)recht" statt Referentin ist Mag. Verena Musil, Rechtsanwältin und eingetragene Mediatorin, außerdem Lehrtätigkeit an der FH - Campus Wien, Studiengang Sozialarbeit, Ehe- und Familienrecht wie auch Sozialrecht.
Scheidungen lösen oft finanzielle Krisen aus und der Gang zum Sozialamt ist unvermeidbar. Diese Veranstaltung befasst sich mit Scheidungsfolgen und den möglichen Ansprüchen der Betroffenen, meistens Frauen, erläutert die groben Unterschiede im Sozialrecht zwischen Wien und Niederösterreich (Wohnen, Geldnöte, ...), gibt Anregungen und diskutiert die gängige Praxis der Sozialämter.
Information und Anmeldung: elisabeth.wieser-hoermann@ief.at
„Das Geheimnis erfolgreicher Bildung: Kindererziehung als Schlüsselfaktor"
Von 11. bis 13. Juni 2010 findet in Düsseldorf die internationale Tagung „Das Geheimnis erfolgreicher Bildung: Kindererziehung als Schlüsselfaktor"
statt. Veranstalter sind das deutsche Familiennetzwerk und dessen Kooperationspartner, Stephanie Freifrau von und zu Guttenberg hat die Schirmherrschaft übernommen.
Politik und Gesellschaft haben Bildung als das Schlüsselthema für die Zukunft ausgemacht. Möglichst früh sollen Kinder auf Bildung vorbereitet und gleichzeitig an „lebenslanges Lernen" gewöhnt werden. Angesichts der rasend schnellen Veränderungen insbesondere in der Wirtschaft sollen dadurch Menschen zu herausragenden Innovationsleistungen und zum souveränen Umgang mit rasch wechselnden Herausforderungen motiviert werden.
Nähere Informationen: http://www.familie-ist-zukunft.de/seite/?page_id=749&PHPSESSID=840a3305fb288a149a0106d388cc074c
Rainbows Feriencamps
Auch heuer werden im Sommer wieder Rainbows Feriencamps für Kinder und Jugendliche nach Trennung/Scheidung der Eltern oder Tod eines nahe stehenden Menschen angeboten: http://www.rainbows.at/angebot/rainbows_feriencamps/uebersicht.php
NÖ Ferienbetreuung
Im Rahmen der NÖ Ferienbetreuungsaktion unterstützt das Land Niederösterreich schon seit Jahren Gemeinden und Vereine, die in den Ferienzeiten eine Ferienbetreuung für Kinder einrichten und anbieten:
http://www.noe-ferienbetreuung.at/ferienbetreuung/index.html
Weiters startet das Land Niederösterreich den Wettbewerb „Kür der kreativsten, lustigsten und abenteuerlichsten Ferienaktion/Idee".
Bei diesem Wettbewerb können alle niederösterreichischen Gemeinden mit ihren Kindern teilnehmen:
http://www.noe-ferienbetreuung.at/ferienbetreuung/info_wettbewerb.html
Staatspreis „Familienfreundlichster Betrieb" ausgeschrieben
Das Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend schreibt heuer zum fünften Mal einen Staatspreis für den „Familienfreundlichsten Betrieb" aus. Mit dem Staatspreis "Familienfreundlichster Betrieb" werden ab 2010 alle zwei Jahre österreichweit Unternehmen und Institutionen mit besonders herausragenden Leistungen für eine familienbewusste Personalpolitik staatlich ausgezeichnet.
Die Grundlage für den Staatspreis bilden die Wettbewerbe „Frauen- und Familienfreundlichster Betrieb" in den Bundesländern. Teilnahmeberechtigt sind die jeweils drei Bestgereihten der einzelnen Kategorien eines Landeswettbewerbes.
Nähere Informationen: http://www.familieundberuf.at/Newsdetails.26.0.html?&cHash=a1ede9ce97&tx_ttnews[backPid]=27&tx_ttnews[tt_news]=144
EU-Programm Daphne III
DAPHNE ist ein EU-Programm, mit dem Projekte zur Verhinderung von Gewalt gegen Kinder, Jugendliche und Frauen kofinanziert werden. Die Gewaltdefinition ist sehr breit und umfasst sexuellen Missbrauch, Gewalt in der Familie, wirtschaftliche Ausbeutung, Verschleppung, Diskriminierung von Behinderten/ Migrant/-innen/ Minderheiten und mehr. DAPHNE will sowohl konkrete Gewalt verhindern wie auch Risikogruppen schützen und Gewaltopfern Hilfe anbieten. Zu diesem Zweck sollen Projekte zwischen Partnerorganisationen aus mehreren EU-Ländern durchgeführt werden, Kooperationsnetzwerke im Anti-Gewalt-Bereich gestärkt und Daten sowie best-practice-Modelle ausgetauscht werden.
Nähere Informationen: http://www.bmwfj.gv.at/Familie/Familienpolitik/International/Seiten/EUProgrammDaphne.aspx
Amtsblatt des Apostolischen Stuhls jetzt online
(news.stjosef.at) Das Pressebüro des Heiligen Stuhles gab am 25.03.2010 bekannt, dass ab sofort auf der Website des Vatikan http://www.vatican.va die offiziellen Dokumentensammlungen der Kirche zugänglich sind. Und zwar handelt es sich um die „Acta Sanctae Sedis" (ASS), die „Acta Apostolicae Sedis" (AAS) und die den 2. Weltkrieg betreffenden „Actes et documents du Saint-Siège relatifs à la Seconde Guerre Mondiale". Die Dokumente werden im druck- und zitierfähigen PDF-Format bereitgestellt und ersparen die oft zeitraubende Konsultation von Bibliotheken. Die AAS (vormals ASS, 1865-1908) sind seit 1909 das offizielle Amtsblatt des Apostolischen Stuhls. In ihm finden sich wichtige lehramtliche, pastorale und rechtliche Dokumente der Kirche im Originaltext. Hier der Direktlink zur Dokumentensammlung:
http://www.vatican.va/archive/atti-ufficiali-santa-sede/index_ge.htm
Neues vom ÖIF
Das Österreichische Institut für Familienforschung hat kürzlich den „Forschungsbericht 3: Tageseltern in Österreich" veröffentlicht und online verfügbar gemacht: http://www.oif.ac.at/aktuell/fb_03_tageseltern.pdf
Steuerberechnungsprogramme online
Das Bundesministerium für Finanzen bietet seit kurzem die Möglichkeit Steuern online zu berechnen, wobei zwei Möglichkeiten zur Verfügung stehen: ein allgemeiner Brutto/Netto Rechner sowie eine detaillierte Lohnsteuer- und Einkommensteuerberechnung: https://www.bmf.gv.at/Steuern/Berechnungsprogramme/_start.htm
Rezension
"Familienpolitik: Nationale und internationale Perspektiven"
Reihe Familienforschung - Schriftenreihe des Österreichischen Instituts für Familienforschung (ÖIF), Band 20
von Mariam Irene Tazi-Preve (Hrsg.)
Mariam Irene Tazi-Preve, Universität Wien, ist Forschungskoordinatorin und Univ.Lektorin. Mit diesem Sammelband wird versucht, aus der Sicht der Familienforschung die Komplexität des Verhältnisses zwischen der Mikroebene der Familie und der Makroebene der Politik aufzuzeigen und zur Diskussion zu stellen. In verschiedenen Beiträgen werden österreichische Aspekte der Familienpolitik mit internationalen verglichen.
Die Herausgeberin untersucht in ihrem Beitrag die Problematik der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Monetäre Ersatzleistungen, Kinderbetreuungsangebote und Ausgestaltung der Arbeitszeit sollen diese Vereinbarkeit ermöglichen. Dabei zeigt sich, dass politische Maßnahmen häufig noch immer auf bestimmten Geschlechterbildern basieren.
Rudolf Karl Schipfer analysiert die Grundsatzprogramme von ÖVP und SPÖ von 1945 bis 1998, hier zeigt sich die Veränderung des gesellschaftlichen Verständnisses von Familie und deren Wandel seit 1945.
Sonja Dörfler beschäftigt sich mit der Beteiligung der Väter am Elternurlaub und vergleicht dabei die Lage in Österreich und Island. In einem weiteren Beitrag untersucht sie „Familienähnliche Kinderbetreuung" in Österreich, Frankreich, Schweden und Großbritannien.
Christine Geserick widmet ihren Beitrag der Frage, ob das Au-pair-Programm der USA eine implizite Form der Familienpolitik oder (nur) ein Kulturaustausch ist.
Zusammenfassend sei gesagt, dass die vorliegende Publikation einige bisher vielleicht weniger beachtete - aber deshalb nicht minder interessante - Aspekte der Familienforschung und Familienpolitik aufgreift und eine empfehlenswerte Informationsquelle für all jene ist, die sich für diese aktuellen Fragen unserer Gesellschaft interessieren.
Budrich UniPress Ltd., 2009, 160 Seiten, ISBN 978-3-940755-45-2, € 20,50
Rezension
„Maria Lactans: die Stillende Kunst und Alltag"
von Franz Groiß, Birgit Streiter, Christian Vielhaber, Hubert Weber
Bilder der stillenden Muttergottes zeigen Christus als Kind mit menschlichen Bedürfnissen und ermöglichen bei der Betrachtung ein tieferes Verständnis für die menschliche Beziehung Jesu zu seiner Mutter. Andererseits wird bewusst gemacht, dass Christus ganz Mensch geworden ist, um uns Erlösung zu bringen.
Muttermilch kann als Symbol für das Leben in Fülle gedeutet werden. Die Darstellung der Milch spendenden Mutterbrust gilt als Symbol für Fruchtbarkeit.
Stilltraditionen im Laufe der Geschichte und Darstellungen stillender Göttinnen und der Maria Lactans werden besprochen. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich auch ein Wallfahrtsbrauchtum zu den Gnadenorten der stillenden Muttergottes, wobei die damals üblichen Votivgaben heute eher seltsam anmuten. So gab es z. B. „Gebärmutterkröten", da die Kröte als Symbol der Gebärmutter galt. Maria Lactans Gnadenstätten sind der Allgemeinheit heute weitgehend unbekannt, dennoch gibt es sie auch heute noch, einige davon aus dem Raum Wien und Niederösterreich werden in diesem Buch genannt, so z. B. die Jesuitenkirche und die Kapuzinerkirche in Wien.
Ein Teil der Publikation ist dem Kinderarzt und Kinderpädagogen Hans Czermak gewidmet, der sich nicht nur gegen die „g´sunde Watschn" ausgesprochen, sondern sich auch sehr für das Stillen eingesetzt hat. Stillen und Gewaltlosigkeit waren zwei Säulen im Leben dieses großen Humanisten. Er erkannte und propagierte die Bedeutung des Stillens für die physische und psychische Entwicklung des Säuglings.
Zum Abschluss werden aktuelle Stilldaten im Ländervergleich mit speziellem Blick auf Österreich genannt.
Dieses absolut empfehlenswerte Buch ist mit vielen schönen Bildern, die auch im Rahmen einer gleichnamigen Ausstellung im Wiener Dom- und Diözesanmuseum zu sehen waren, illustriert.
Wiener Dom-Verlag, 2010, 128 Seiten, zahlr. Abb., ISBN 978-3-85351-215-9,
€ 19,90
Frühere Ausgaben des IEF-Newsletters sind online verfügbar.
Medieninhaber und Herausgeber des Newsletters:
Institut für Ehe und Familie (IEF)
Spiegelgasse 3/8
A - 1010 Wien
Österreich
Tel.: +431 515 52 / 3658 (Sekretariat)
Fax: +431 513 89 58
Versand des Newsletters:
Christa Käsmayer
p. A. Institut für Ehe und Familie
Tel. +431 515 52 / 3658
Sie können unseren Newsletter jederzeit über unsere Homepage abbestellen (Telekommunikationsgesetz § 107, vom 1. 3. 2006).
Wir danken folgenden Institutionen für ihre Unterstützung:
Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend
Niederösterreichisches Familienreferat
Oberösterreichisches Familienreferat