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Inhalt überspringenNewsletter 09/2010
Österreichische Bischofskonferenz - Frühjahrsvollversammlung 2010
Der Wortlaut der Presseerklärungen der Frühjahrsvollversammlung der Österreichischen Bischofskonferenz, die vom 1. bis 4. März 2010 in St. Pölten stattgefunden hat, ist im Internet veröffentlicht unter http://www.bischofskonferenz.at/site/article_list.siteswift?SWS=36019c8e66c5da866fd6937191d6d7f2&do=all&c=gotosection&d=site%2Fdokumente%2Fpresseerklaerungen%2F2010
Anmerkungen zur Psychologie des Zölibats
(kath.net/news.stjosef.at) Der Psychiater Manfred Lütz hielt beim Theologischen Studientag zum Priesterjahr in Rom einen vielbeachteten Vortrag über den Zölibat des Priesters aus psychologischer Sicht. Seine Ausgangsthese: "Der Zölibat ist die ständige gelebte Botschaft, dass das Diesseits mit seinen Freuden und Leiden nicht alles ist. Es gibt Menschen, die so etwas wütend macht." Gegenüber populärer Zölibatskritik meint Lütz: "Menschliche Sexualität funktioniert eben nicht wie ein Dampfdruckkessel, bei dem einfach mithilfe einer Frau sexueller Dampf abgelassen werden kann. Solche unreifen und menschenverachtenden Missverständnisse der Sexualität, die die Frau nur noch als Objekt der eigenen Triebbefriedigung zu sehen vermögen, verletzen die Würde der Frau und ihre sexuelle Selbstbestimmung , aber sie spielen bei der Zölibatskritik eine große Rolle. Erwachsene Sexualität ist nie bloß urwüchsig 'natürlich'. Die Natur des Menschen ist immer schon human kultiviert. In einer reifen Ehe achten die Partner auch auf die Bedürfnisse des andern. Es gibt unterschiedliche Gründe, warum zeitweilig oder dauerhaft auch in einer Ehe das Ausleben genitaler Sexualität nicht möglich ist, sei es eine zeitweilige Erkrankung, sei es eine dauerhafte Behinderung. So gilt in diesem Sinne: Wer nicht auf Sexualität verzichten kann, ist nicht ehefähig. Doch eine wirklich tiefe Partnerschaft wird dadurch nicht zerstört, sondern bisweilen sogar bereichert. Unnatürlich wird das Zölibatsleben nur dann, wenn das Alleinsein zum abgeschlossenen Egoismus wird oder zur narzisstischen Selbstinszenierung."
http://kath.net/detail.php?id=25998
Wiener Akademikerbund - Einladung zu Veranstaltungen
Beide Veranstaltungen finden in 1080 Wien, Schlösselgasse 11, statt. Gäste sind herzlich willkommen!
Medien und Demokratie in Österreich. Aktuelle Bedrohungen und mögliche Auswege
Vortrag von und Diskussion mit Dr. Andreas Unterberger, langjähriger Chefredakteur von 'Die Presse' und 'Wiener Zeitung', derzeitig freier und unabhängiger Journalist (www.andreas-unterberger.at )
Termin: 17. März 2010, 19.00 Uhr
Sinn und Grenzen eines ‚Interreligiösen Dialogs'. Ist eine vernunftmäßige Auseinandersetzung mit dem Islam möglich?
Festveranstaltung aus Anlass der 56. Ordentlichen Generalversammlung
19.00 Uhr: Einleitung: Dr. Franz Fiedler, Präsident des Österreichischen Akademikerbundes;
Festvortrag: Prof. Dr. Emmanuel Aydin, Chorepiskopos der syrisch-orthodoxen Gemeinde in Österreich:
Termin: 22. März 2010, 19.00 Uhr
Chorbischof Prof. Aydin vertritt als Vorsteher der syrisch-orthodoxen Gemeinde eine große Zahl von orientalischen Christen in Österreich. Er ist auch Mitglied des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich und setzt sich in dieser Eigenschaft einerseits für eine Erhaltung der interreligiösen Gesprächsbasis und Koexistenzfähigkeit sowie andererseits für eine realistische Einschätzung eines möglichen interreligiösen Miteinanders ein. Als Jurist, Religionswissenschaftler und Kenner der orientalischen Sprachen gilt er weit über die Grenzen unseres Landes und Europas hinaus als Experte für die brisanten Fragen des ‚Clash of Civilisations'. Prof. Aydin hält im Mai dieses Jahres einen Vortrag zum gegenständlichen Thema anlässlich der von der UNESCO ausgerichteten „Second World Conference on Inter-Religious and Inter-Civilisation Dialogue" in Ohrid/Mazedonien, deren Vorbereitungskomitee er auch angehört. An dieser Konferenz werden 700 Vertreter von Religionsgemeinschaften und Staatsregierungen teilnehmen, um Beiträge anlässlich des ‚International Year of Rapprochement of Cultures' zu erarbeiten.
http://www.unesco.org/en/rapprochement-of-cultures/
Ehrung für Kardinal Martino als Verteidiger des Lebens und der Familie bei den Vereinten Nationen
ROM, 3. März 2010 (ZENIT.org).- Für seine Verdienste als ständiger Beobachter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen wurde Kardinal Renato Raffaele Martino, der von 2002 bis zum letzten Monat das Amt des Präsidenten des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden innehatte, anlässlich eines Abendessen in Rom geehrt: http://www.zenit.org/article-19971?l=german
Neues von IMABE
Der März- Newsletter des Instituts für medizinische Anthropologie und Bioethik ist erschienen und befasst sich u. a. mit den Themen „Wunsch-Kaiserschnitt" und „Risiko für Totgeburt bei künstlicher Befruchtung": http://www.imabe.org/index.php?id=news
Häufigere Totgeburten nach In-Vitro-Fertilisation
AARHUS/ROM, März 2010 (ZENIT.org). Mediziner der Universitätsklinik Aarhus werteten im Rahme des Forschungsprojektes die Verläufe von über 20.000 Einlingsschwangerschaften aus. Insgesamt kamen durchschnittlich rund vier von 1000 Kindern tot zur Welt. Nach künstlicher Befruchtung waren es dagegen 16 von 1000 Babies: http://www.zenit.org/article-19987?l=german
Werte, aber nicht die der Kirche
Unter diesem Titel kommentiert Stephan Baier in der „TAGESPOST" (Ausgabe vom Donnerstag, 04. März 2010, Seite 2) die Wahl des österreichischen Bundespräsidenten - auch aus „Familienperspektive":
http://www.die-tagespost.de/2008/index.php?option=com_content&task=view&id=100055890&Itemid=1
Informationen für NÖ Gemeinde-Familienreferenten
Die erste Ausgabe des Informationsblattes für Gemeinde-Familienreferenten im Jahr 2010 mit Informationen rund um die NÖ Familienförderung, NÖ Familienpolitik und die verschiedenen Aktivitäten des NÖ Familienreferates ist online verfügbar:
http://www.noel.gv.at/bilder/d44/Gemeindefamilienreferenteninfo_1_2010.pdf
EU-Projekt „Familyplatform"
Drei Informationstage im Februar und März 2010 fanden in Budapest, Mailand und Brüssel statt, um über das Projekt FAMILYPLATFORM zu informieren und eine breite Palette von Akteuren aus Wissenschaft, Politik und sozialen Organisationen zu versammeln und zu beteiligen. Der erste Informationstag in Budapest wurde vom ungarischen Institut für demografische Forschung ausgerichtet und war mit 51 Teilnehmern aus acht Ländern sehr gut besucht. Der zweite Informationstag in Mailand wurde von der Universität Mailand-Bicocca organisiert und war mit 29 Teilnehmern aus fünf Ländern ebenfalls gut besucht. Beide Informationstage waren durch lebhafte Diskussionen und wertvolle Beiträge charakterisiert. Ein dritter und letzter Informationstag fand am 2. März in Brüssel statt, veranstaltet vom Europäischen Wirtschafts-und Sozialausschuss. Dieser Informationstag wurde zeitgleich mit dem Start der FAMILYPLATFORM Website, die viele interaktive Features enthält, abgehalten. Der Internetauftritt soll dazu beitragen, eine aktive Community zu schaffen und so helfen, das Wohlbefinden von Familien in ganz Europa zu erhöhen.
Weitere Informationen: http://www.familyplatform.eu
Deutschland: CSU will Rentenbonus für Eltern
Die CSU will im Rentensystem einen Kinderbonus mit doppeltem Vorteil für die Eltern einfordern. Damit sollen Eltern kleinere Beiträge zahlen und nach der Pensionierung eine bessere Leistung erhalten: "Kinder sind als zukünftige Rentenzahler ein generativer Rentenbeitrag", erklärte Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer in München:
http://www.freiewelt.net/nachricht-3485/rentenbonus-für-eltern-fordert-die-csu.html
„Bindung, Bildung, Babys: Mythen und Wirklichkeit"
Das Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e.V (I-DAF) beschäftigt sich im aktuellen Newsletter eingehend mit Fragen der kindlichen Bindung und Kinderbetreuung: http://i-daf.org/files/idaf_-_woche_9-10_-_2010.pdf
Konzentrationsübungen für Kinder
Burkhard Heidenberger, ein Trainer für Arbeitsmethodik und Zeitmanagement, hat 50 Konzentrationsübungen für Kinder zusammengestellt. Diese kostenlose Sammlung soll Eltern Ideen liefern, wie sie bei ihren Kindern spielerisch und effektiv die Konzentrationsfähigkeit steigern können: http://www.zeitblueten.com/2316/50-konzentrationsuebungen-fuer-kinder/
Wenn dem SPIEGEL (nahezu) jedes Mittel recht ist...
Weltanschauung und Wissenschaft verfolgen unterschiedliche Zwecke. Wenn Wissenschaft Politik betreiben will, kommt Propaganda heraus. So will eine aktuelle Studie herausgefunden haben, dass „konservativ" fühlende Menschen einen geringeren IQ haben als „progressive" Menschen. Mehr zu dieser skurrilen Studie unter http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,680956,00.html
Fertilität und Frauenerwerbstätigkeit
Diesem Schwerpunkt ist die Ausgabe 3/2009 der Zeitschrift für Familienforschung gewidmet. Neben einer Einleitung und drei thematisch einschlägigen Beiträgen widmet sich Gerda Neyer dem Zusammenhang zwischen Bildungshöhe, Bildungsrichtung und Kinderlosigkeit österreichischer und schwedischer Frauen der Geburtenjahrgänge 1955-1959. Nähere Informationen: www.zeitschrift-fuer-familienforschung.de
Staatsideologie Gender Mainstreaming?
Was bedeutet Gender-Mainstreaming? Das Konzept des Gender-Mainstreaming ist in den Empfehlungen der Vereinten Nationen, den Richtlinien der Europäischen Union und den Gesetzen der Bundesrepublik Deutschland bereits implementiert. In einem Vortrag in Berlin hat Hedwig v. Beverfoerde vor wenigen Tagen über wichtige Sachverhalte aufgeklärt. Lesen Sie die Reportage über diesen Vortrag "Gender Mainstreaming - Geschlechterpolitische Staatsideologie auf samtenen Pfoten": http://www.freiewelt.net/nachricht-3539/geschlechterpolitische-staatsideologie-auf-samtenen-pfoten.html
V. Welt-Gebets-Kongress für das Leben
Von 5. bis 10. Oktober 2010 findet in Rom der fünfte Welt-Gebets-Kongress für das Leben statt. Veranstalter ist u. a. HLI-Österreich/Human Life International. Unter den Referenten der Tagung befinden sich fünf "Kurien-Chefs" (drei Kardinäleund zwei Erzbischöfe) sowie drei Bischöfe - unter ihnen aus Österreich ‚Familienbischof‘ DDr. Klaus Küng und Weihbischof Dr. Andreas Laun.
Nähere Informationen: http://www.hli.at/rom_neu_2010/frameset.htm
Rezension:
Frau - Männnin - Menschin. Zwischen Feminismus und Gender
Von Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz
Die Auseinandersetzung um Feminismus und Gender kritisch zu beleuchten und mit sinnvollen Anstößen weiterzuführen, ist das Anliegen von Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz. Nicht nur Unterlegenheitsdenken, sondern auch Gleichmacherei kann zur Fessel werden. Die Argumente der Autorin führen zu einer Sicht, in der die Frau weder Männin noch neutrale Menschin ist oder werden muss, sondern Frau. Der Autorin, seit 1993 Inhaberin des Lehrstuhls für Religionsphilosophie und vergleichende Religionswissenschaft an der Technischen Universität Dresden, ist mit dem vorliegenden Band, der bereits früher formulierte Ansätze aufgreift und weiterführt, ein gedankliches und sprachliches „Meisterstück" gelungen. Indem sie aus dem reichen Fundus ihrer umfassenden Bildung schöpft, fordert sie ihre Leserschaft heraus und beschenkt sie mit neuen, oft unerwarteten, aber stets triftigen Einsichten und Gedankengängen über den vom Schöpfer als Mann und Frau erschaffenen Menschen und seinen Weg zu sich, zum Nächsten und zu Gott. Der Rezensent bekennt, besonders vom Schluss des Werks besonders berührt worden zu sein: nach je einem Zitat aus Goethes „Wahlverwandtschaften" und Blochs „Prinzip Hoffnung" zum Thema der dauerhaften Verbindung zwischen Mann und Frau formuliert die Autorin: „Wir warten auf die Ehelosen um des Himmelreiches willen, die die Erfahrung ihrer Reise ähnlich gedrängt formulieren". Aus Sicht der kirchlichen Familienarbeit ist dem nichts hinzuzufügen.
Verlag Butzon & Bercker, 2009, 288 Seiten, ISBN 978-3-7666-1313-4, € 20,50
Frühere Ausgaben des IEF-Newsletters sind online verfügbar.
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Spiegelgasse 3/8
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