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Inhalt überspringenNewsletter 22/2009
"Kinderarmut muss in Österreich auf die politische Agenda"
Eine verstärkte Wahrnehmung des Problems der Kinder- und Jugendarmut in Österreich fordert der Direktor des Instituts für Ehe und Familie (IEF), Prof. Günter Danhel. "Kinderarmut muss in Österreich verstärkt auf die politische Agenda", sagte Danhel im "Kathpress"-Gespräch. Danhel war unlängst von einer Tagung der "Arbeitsgemeinschaft der deutschen Familienorganisationen" (AGF) in Berlin zurückgekehrt, auf der rund 100 Experten aus 17 europäischen Ländern Fragen der Kinder- und Jugendarmut und Strategien zur Bekämpfung des Phänomens diskutierten: www.ief.at
Österreich - Eine Analyse des Imabe-Instituts zur Abtreibungsdebatte
Abtreibungs-Lobby gerät erstmals in die Defensive - SP-Bürgermeister lenkte ein: Empfang für Abtreibungsklinik wurde in den Keller verlegt.
Die Einladung des Wiener Bürgermeisters zu einer Rathaus-Feier der Stadt Wien aus Anlass des 30-jährigen Bestehens der Abtreibungsklinik pro:woman am 03. 09. 2009 löste eine Debatte über die Fristenregelung in Österreich aus - zur Überraschung von SP-Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely: „Ich habe nicht damit gerechnet, dass eine Regelung, die es seit fast 35 Jahren in Österreich gibt, noch immer nicht akzeptiert wird", meinte sie ( orf-online 04.09.2009 ). In den vergangenen Wochen protestierten zahlreiche Bürger und Organisationen, aber auch Politiker gegen die geplante Feier. Auch der Wiener Kardinal Christoph Schönborn forderte den Bürgermeister in einem persönlichen Brief auf, den Empfang abzusagen. Stattdessen sollte man an einem Runden Tisch über die längst fälligen, seit mehr als dreißig Jahren von der SPÖ versprochenen „flankierenden Maßnahmen" zur Fristenregelung zu einer Lösung kommen. Da der SP-Bürgermeister auf Schönborns Brief nicht reagierte, veröffentlichte dieser das Schreiben (KAP online, 27. 08. 2009). Damit wurde eine breite mediale Debatte ausgelöst. Der für Lebensschutz und Familie zuständige Bischof Klaus Küng äußerte in einem Interview in der Presse (online, 27. 08. 2009) sein Befremden über den geplanten Cocktail-Empfang. Die Fristenregelung werde „als Dogma" dargestellt, jede Diskussion darüber löse eine „Panikreaktion" aus - auf dem Rücken der leidtragenden Frauen, wie Gudrun Trausmuth im Standard bemerkte (online, 04. 09. 2009). Hunderte Demonstranten trafen vor dem Wiener Rathaus ein, selbst als Wiens Bürgermeister einlenkte und der Empfang vom Senatssaal in ein Lokal, den „Rathauskeller" verlegt wurde. Das Thema dürfe nun nicht im Keller landen, warnte die plastische Chirurgin Hildegunde Piza, Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von IMABE, in der Presse (online, 02. 09. 2009 „Kinder: Nicht mehr Gabe, sondern Habe?"). Piza kritisiert offen, dass Mediziner über die psychischen Folgen einer Abtreibung kaum aufklären. Frauen (und Männer) würden so „Opfer einer Schweigespirale". Abtreibung werde dargestellt, als handle es sich dabei um etwas „wie eine Blinddarmoperation, ein Routineeingriff ohne Risken." In einem Schreiben hat der Bürgermeister signalisiert, mit dem Kardinal demnächst über das Thema sprechen zu wollen. Bemerkenswert an der Debatte in Österreich ist, dass die Abtreibungs-Lobby erstmals in der öffentlichen Wahrnehmung in die Defensive geraten ist und Lebensbefürworter mit ihrer Kritik die Themenführerschaft übernommen haben. Es sei höchste Zeit, dass ein vernünftiges Gespräch geführt werde. So forderte Piza „aus den ideologischen Kellern zu kommen und den Tatsachen in die Augen zu blicken: Wer in Kinder investiert, bereichert die Gegenwart und sichert Zukunft, für die Gesellschaft und für sich."
"Die Zukunftsfähigkeit Österreichs"
Unter diesem Titel findet der Kongress der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie vom 24. bis 26. September 2009 in Graz statt. Im Rahmen dieses ÖGS Kongresses lädt die Sektion Sozialarbeit am 26.9. zu einem Sektionsvormittag, der interessierten SoziologInnen und SozialarbeitswissenschaftlerInnen die Möglichkeit zu einem regen Austausch über Traditionen, Methoden und Perspektiven soziologischer Forschung in der Sozialen Arbeit gibt.
Nähere Informationen: http://www.oegs.ac.at/cms/kongresse/kongress_09
OÖ Familienoskar 2009
Das Land Oberösterreich lädt gemeinsam mit dem OÖ. Gemeindebund alle oö. Verwaltungseinrichtungen - vor allem die Gemeinden, Bezirkshauptmannschaften und alle regional strukturierten Gemeindeverbände - zum 12. Mal zur Teilnahme beim "OÖ Familienoskar 2009" ein.
Ziel des Wettbewerbs ist es, familienfreundliches Engagement vor den Vorhang zu stellen und einen Anreiz zur Nachahmung zu bieten. Gefragt sind konkrete familienfreundliche, beispielgebende und innovative Projekte und Initiativen, wie z.B. kinder- und seniorengerechte Treffpunkte, Ortskerngestaltung, ein toller Spielplatz, etc. mit einem sichtbaren Nutzen für Familien.
Neben baulichen Projekten und Initiativen haben Gemeinden viele Möglichkeiten, familienorientierte Maßnahmen zu setzen: z.B. Kinderferienprogramm, Baby-Gutschein-Aktionen, Elternbildungsinitiativen, etc.
Der Ausschreibungsfolder kann beim Familienreferat des Landes Oberösterreich angefordert werden. Bis 16. Oktober 2009 können die Projekte eingereicht werden.
Nähere Informationen: http://www.familienkarte.at/index_html?sc=586315645
NÖ - Gemeindefamilienreferent
Das NÖ Familienreferat unterstützt - gemeinsam mit der Interessenvertretung der NÖ Familien - die Arbeit der Familienreferenten durch Information, Veranstaltungen und Schulungen:
Der Gemeinde-Familienreferent informiert die Familien der Gemeinde über die Förderungsangebote und Aktivitäten des Familienreferates und tritt für die Bedürfnisse der Familien öffentlich ein. http://www.noe.gv.at/Gesellschaft-Soziales/Familien/Gemeindefamilienreferenten.html
http://www.noe.gv.at/bilder/d41/Gemeindefamilienreferenteninfo_3_2009.pdf
"Neue Männer - muss das sein?"
In der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf findet vom 19. bis 20. Februar 2010 der internationale wissenschaftliche Kongress "Neue Männer - muss das sein? Über den männlichen Umgang mit Gefühlen" statt. Veranstalter sind die Heinrich-Heine-Universität und die Akademie für Psychoanalyse und Psychosomatik Düsseldorf.
Das Bild des Mannes unterliegt einer zunehmenden Fragmentierung und Defunktionalisierung bis hin zur Entwertung positiver männlicher Eigenschaften.
Dies hat zu einer mittlerweile tief greifenden und häufig leidvollen Identitäts- und Orientierungskrise vieler Männer und Jungen geführt.
Diese medial vermittelten Prozesse beeinflussen gesellschaftliche, gesundheitliche und demografische Trends.
Der Kongress soll den komplexen Ursachen nachgehen, diese aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten und Ansätze für ein vielleicht gerade entstehendes neues Bild vom Mann sichtbar werden lassen.
In diesem Prozess sind humanethologische, entwicklungspsychologische, psychoanalytische, sozial- und kulturwissenschaftliche Annäherungen möglich und wichtig.
Nähere Informationen: http://www.maennerkongress2010.de/
http://www.maennerkongress2010.de/download/flyer_a4.pdf
Europäische Allianz für Familien
Über dieses von der deutschen Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ursula von der Leyen, initiierte Projekt sowie über Wissenstransfer, Benchmarking und Monitoring informiert die Ausgabe 18 des „Monitors Familienforschung - Beiträge aus Forschung, Statistik und Familienpolitik":
http://www.bmfsfj.de/bmfsfj/generator/RedaktionBMFSFJ/Abteilung2/Newsletter/Monitor-Familienforschung/2009-03/medien/monitor-2009-03,property=pdf,bereich=,sprache=de,rwb=true.pdf
Die Familien-Partei
Die "FAMILIEN-Partei" Deutschlands hat die Familie zu ihrem Hauptthema gemacht. Ihr Name ist sozusagen Programm. Diese Partei hat sich zum Ziel gesetzt, die Familie als die wichtigste Keimzelle unserer Gesellschaft in der Politik zu vertreten, sie gegen politische Willkür zu schützen und die Rahmenbedingungen für ihr weiteres Bestehen zu sichern. Ihr Leitmotto ist: "Nur wenn es den Familien gut geht, kann es der Gesellschaft gut gehen!"
http://www.medrum.de/?q=content/die-familien-partei
http://www.familien-partei-deutschlands.de/cms/
Aktionsbündnis Familie ruft zu weiterer Unterstützung der Kampagne für mehr Familiengerechtigkeit auf
Das deutsche Aktionsbündnis Familie äußert sich zufrieden mit dem bisherigen Verlauf seiner Kampagne für eine familiengerechte Reform des Sozialversicherungssystems und ruft zu weiterer Unterstützung auf. Am 2. Juli startete das Aktionsbündnis Familie eine Unterschriftenaktion für eine familiengerechte Reform der Sozialversicherungen. Trotz Ferienzeit haben sich bis heute fast 3.000 Menschen der Aktion angeschlossen. Bis zur Bundestagswahl am 27. September könnten es über 20.000 Unterzeichner werden, teilte die Sprecherin des Bündnisses Christiane Lambrecht mit. Mit jeder Unterzeichnung sieht sie die Chancen auf mehr Gerechtigkeit für Familien steigen. In der Kampagne wird gefordert, dass der Gesetzgeber die Sozialversicherungen (Renten-, Pflege- und Krankenversicherung) familiengerecht gestaltet, wie es vom Bundesverfassungsgericht gefordert wurde. Dazu soll die Kindererziehung als gleichwertige Beitragsleistung zu finanziellen Beiträgen anerkannt werden. Bei den Beiträgen soll mindestens das steuerliche Existenzminimum berücksichtigt werden. Diese Forderung wird von mehreren Organisationen unterstützt. Das Bündnis sieht in der Kampagne eine "virtuelle Demonstration", die Familien von zu Hause aus eine Stimme mit beachtlichem Gewicht gebe, ohne dafür durchs Land zu reisen und Zeit und Geld für Demonstrationen aufzuwenden. Lambrecht: "Wir können nun laut vernehmbar und nachhaltig unser gutes Recht einfordern. So können wir den Gesetzgeber für notwendige Reformen positiv beeinflussen." Weitere Information http://www.aktionsbuendnis-familie.de/
„Müttererwerbstätigkeit und Betreuung von Kindern unter 3 Jahren - ein deutsch-französicher Vergleich"
Deutsche Mütter schränken ihre Erwerbstätigkeit in den ersten Lebensjahren ihrer Kinder stärker ein als Mütter im benachbarten Frankreich. Gemäß der OECD Family database waren im Jahr 2005 in Deutschland 36% der Mütter mit einem jüngsten Kind unter 3 Jahren erwerbstätig, in Frankreich war dies über die Hälfte.
In beiden Ländern steigt die Erwerbstätigkeit der Mütter mit dem Alter der Kinder an und liegt bei rund 60%, wenn das jüngste Kind zwischen 6 und unter 17 Jahre alt ist.
Gemeinsam ist den französischen und deutschen Müttern auch, dass etwa drei Viertel der Mütter mit nur einem Kind erwerbstätig sind. Bei Müttern mit zwei Kindern bleibt dieser Anteil in Frankreich auch nahezu gleich hoch, während die Erwerbstätigkeit deutscher Mütter bereits ab dem zweiten Kind auf 68% absinkt. Leben drei oder mehr Kinder in der Familie sind in beiden Ländern nur noch knapp über die Hälfte der Mütter erwerbstätig.
Teilzeitarbeit von Müttern liegt in Deutschland wesentlich höher als in Frankreich, sowohl bei den jüngeren, als auch den bereits schulpflichtigen Kindern. Deutliche Unterschiede bestehen außerdem in der Betreuung von Kindern unter 3 Jahren, in der Beteiligung der Väter nach der Geburt und in den Einstellungen zu Kindern sowie zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Download: http://www.familienfreundliche-kommune.de/FFKom/Infomaterial/Datenbank/20090820.1.pdf
Die CDU verliert ihre Identität - Interview mit Prof. Ockenfels
In einem Interview, das freiewelt.net mit Prof. Dr. Ockenfels geführt hat, wird deutliche Kritik an der jetzigen Ausrichtung der Union gerade auch in Bezug auf die Wirkung bestimmter Entscheidungen bei konservativen und christlich geprägten Menschen geübt. Professor Wolfgang Ockenfels ist Dominikanerpater und Sozialethiker. Er hat den Lehrstuhl für Christliche Sozialwissenschaft an der Theologischen Fakultät Trier inne. Ockenfels ist Geistlicher Berater des Bundes Katholischer Unternehmer BKU und Chefredakteur der Zeitschrift Die Neue Ordnung. Er ist Vorsitzender des Instituts für Gesellschaftswissenschaften Walberberg, Präsident der Internationalen Stiftung Humanum und Mitglied der Ludwig-Erhard-Stiftung. Seit 2000 ist er Kuratoriumsmitglied des Forum Deutscher Katholiken. Vor einigen Tagen erschien sein Buch „Das hohe C. Wohin steuert die CDU?" im St. Ulrich Verlag, Augsburg.
http://www.freiewelt.net/nachricht-1814/cdu-verliert-ihre-identit%E4t---interview-mit-prof.-ockenfels.html
Schweiz: Neue Internetplattform für Familien
Die neue Plattform hat zum Ziel, Familienmenschen gezielt Informationen und Unterstützung zu bieten sowie Austausch und Vernetzung in ihrer Region zu ermöglichen, um den Familienalltag zu erleichtern: www.familienleben.ch
Gleichstellung von Frau und Mann: Die Schweiz im internationalen Vergleich - Deutliche Unterschiede in der Ausgestaltung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie
Lösungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie werden unter anderem in der Arbeitsteilung zwischen Partner und Partnerin gesucht und zeigen sich anschaulich an den Erwerbsmodellen in Paarhaushalten. Die Schweiz, Österreich, Deutschland, die Niederlande und Belgien zeichnen sich durch einen hohen Anteil an Paarhaushalten aus, in denen der Mann Vollzeit und die Frau Teilzeit arbeitet und einen relativ tiefen Anteil mit zwei Vollzeit erwerbstätigen Partnern. Die Lebenssituation von Paaren verändert sich grundlegend sobald Kinder im Haushalt leben. Dies sind einige Ergebnisse einer vom Bundesamt für Statistik (BFS) publizierten Studie zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der Schweiz und weiteren europäischen Ländern.
http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/news/medienmitteilungen.Document.124473.pdf
http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/20/05/blank/key/int_vergleiche.html
Rezension:
"Handbuch Online-Beratung"
Hrsg. von Stefan Kühne und Gerhard Hintenberger
Das Handbuch der Online-Beratung ist ein Grundlagenwerk für psychosoziale Beratung im Internet. Neben fundierten Beiträgen zur Theorie der Online-Beratung bietet das Buch umfassende Informationen zu den Möglichkeiten und Einsatzgebieten dieser Form der Beratung. Namhafte Expertinnen und Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz setzen damit erstmals einen Standard für das Arbeitsfeld der professionellen Online-Beratung. Die Bereiche der E-Mail-Beratung sind ebenso vertreten wie Foren- und Chat-Beratung sowie Ausblicke in das Feld der mobilen Medien. Wichtige methodische Konzepte werden dargestellt und praxisnah vermittelt. Das Spektrum reicht vom Vier-Folien-Konzept über narrative und systemische Ansätze bis hin zur Einsatzmöglichkeit der Online-Supervision.
Im Bereich der zielgruppenspezifischen Online-Beratung bietet das Handbuch Einblicke in die Paarberatung, in die frauenspezifische Beratung und in das Arbeitsfeld der Aids-Hilfe. Beiträge zu den Themen Qualitätssicherung und Ausbildung für Online-BeraterInnen runden das Handbuch ab. Das Handbuch für Online-Beratung richtet sich sowohl an Einsteiger/innen als auch an erfahrene Online-Berater/innen, die ihr Fachwissen vertiefen möchten.
Vandenhoeck & Ruprecht, 2009, 265 Seiten, ISBN 978-3-525-40154-5, € 30,80
http://www.handbuch-onlineberatung.net/
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Wir danken folgenden Institutionen für ihre Unterstützung im Jahr 2008:
Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend
Niederösterreichisches Familienreferat
Oberösterreichisches Familienreferat