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Inhalt überspringenNewsletter 29/2012
Kathpress-Themenpaket "Pfingsten"
Am 27. und 28. Mai feiert die Kirche mit dem Pfingstfest ihren "Geburtstag"
Am 27. und 28. Mai feiert die Kirche mit dem Pfingstfest ihren "Geburtstag". Erstmals erwähnt wird Pfingsten als christliches Fest im Jahr 130 n. Chr. Pfingsten (von griech. pentekoste, "der fünfzigste Tag") wird am 50. Tag des Osterfestkreises, also 49 Tage nach dem Ostersonntag, begangen. In der Apostelgeschichte des Neuen Testaments wird berichtet, dass der Heilige Geist auf die Apostel und Jünger Jesu herabkam, als sie zum Schawuot-Fest in Jerusalem versammelt waren (Apg 2,1-41). Dieses Datum wird in der christlichen Tradition auch als Gründung der Kirche verstanden.
Aus Anlass des Pfingstfestes publiziert "Kathpress" ein Themenpaket mit aktuellen Beiträgen und Hintergründen. Das Themenpaket wird laufend ergänzt und kann unter www.kathpress.at/pfingsten abgerufen werden.
Christlicher Glaube und Familie
Gerade der christliche Glaube stellt eine große Hilfe zur Erlangung einer "reifen, tiefen Beziehung" dar. Das hat der St. Pöltener Bischof Klaus Küng Dienstagabend in einem Vortrag mit dem Titel "Die Zukunft der Gesellschaft geht über die Familie" im Klagenfurter Dompfarrhof betont. Der Glaube helfe, "die Dinge richtig zu sehen, den Weg zu finden, der zu einer wahren Liebe, zu einer dauerhaften Beziehung hinführt und zur Überwindung der dabei häufig auftretenden Schwierigkeiten befähigt". Der Vortrag Küngs und ein Gottesdienst im Klagenfurter Dom zuvor
fanden im Rahmen der "Woche für das Leben" statt.
Der St. Pöltener Bischof betonte den Wert der Familie für die Gesellschaft. Für vieles, was für die Gesellschaft unerlässlich sei, werde der Grund in der Familie gelegt, so z. B. die Fähigkeit zur Verantwortung und zu solidarischem Handeln und Denken bis hin zur Konfliktfähigkeit. "Die kinderbejahende Familie auf der Grundlage der Ehe zwischen einem Mann und einer Frau ist unersetzbar", betonte Küng.
In der heutigen Gesellschaft treffe man auf unterschiedlichste "Familienkonstellationen". "Die Kirche muss für alle da sein", so der Bischof. "Trotz alldem gilt aber, dass das Familienverständnis nicht einfach eine Frage der Konvention ist, so als könnte das jeder problemlos so halten, wie es seinem persönlichen Empfinden am besten entspricht."
Der Bischof sprach sich dagegen aus, "Lebensgemeinschaften aller Art" der Ehe gleichzusetzen. "Es müsste dem Staat wichtig sein, die Familie auf der Grundlage einer dauerhaften Ehe und insbesondere die kinderreiche Familie zu fördern und zu stärken", so Küng. Zum Wesen der Ehe gehöre die Ausrichtung auf Kinder, diese seien für die Entfaltung der Liebe bei den Eheleuten und ihrer Familie wichtig. Dabei bedürften Kinder "der Geborgenheit einer festen Bindung der Elten, sie bedürfen ihrer Liebe und Treue".
"Die Zuwendung und das Vorbild der Eltern sind von fundamentaler Bedeutung", erklärte der Bischof. Für jeden Menschen sei das Aufwachsen in einer Familie entscheidend: "Das Manko eines zerrütteten oder nicht vorhandenen Elternhauses hängt dem Betroffenen in der Regel ein Leben lang nach."
http://www.dsp.at/bischoefe/kueng/vortrag_detail.php?links=16052012124706
Familienbund: Talenteschmiede Familie
Was brauchen Familien, um ihren Kindern eine gute Zukunft zu geben?
Am Internationalen Tag der Familie (15. Mai) ging der Österreichische Familienbund gemeinsam mit Univ. Prof. Dr. Rudolf Taschner, Bildungsexperte mit Schwerpunkt Mathematik, und Dr. Susanne Schmid, Vorstandsmitglied im Bundeselternverband, dieser Frage nach.
Der Präsident des Österreichischen Familienbundes, LAbg. Mag. Bernhard Baier, forderte ein Umdenken in Politik und Gesellschaft. „Familien von heute haben andere Bedürfnisse als Familien vor 30 Jahren. Eines ist aber geblieben: Im Mittelpunkt muss das Wohl der Kinder stehen. Kinder sind das Wichtigste was wir haben und daher braucht es eine bessere gesellschaftliche Anerkennung der Leistungen, die Familien tagtäglich für die Gesellschaft erbringen", so der Familienpolitiker und Vater von vier Kindern. „Junge Menschen müssen in ihrem Wunsch nach Kindern unterstützt und nicht verunsichert werden. Kinder zu haben, sollte daher in der Gesellschaft wieder positiver gesehen werden. Die Politik ist aufgefordert, die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen. Die Wahlfreiheit muss dabei im Mittelpunkt stehen. Die Entwicklungen, die wir anstreben, sind langfristig. Und dafür stehen wir als Österreichischer Familienbund."
Unter dem Aspekt der „Generationengerechtigkeit" deponierte Univ.-Prof. Dr. Rudolf Taschner die Frage: Was brauchen Familien, um ihren Kindern eine gute Zukunft zu geben? In seinem Buch „Gerechtigkeit siegt" (erschienen im ECOwin Verlag) gibt Robert Taschner Antwort auf diese Frage: „Im Innersten ihres Herzens wünschen sich viele Menschen das Leben mit einem Kind, sogar mit mehreren Kindern. Es muss etwas geben, das wichtiger ist als materielle Bedürfnisse: Es ist der Wunsch, allein oder gemeinsam einen neuen Menschen ins Dasein zu bringen und mit ihm zusammen die Welt neu zu erfahren. Wer viel gibt, bekommt noch mehr zurück. Selbstsucht ist ganz und gar nicht angesagt. Bindung, als ganz und gar freiwillige Entscheidung, stärkt die Seele."
Dr. Susanne Schmid, engagierte Elternvertreterin, brachte den Spagat, den Eltern heutzutage zwischen Vernunft und Möglichkeiten für ihre Kinder vollbringen müssen, ins Spiel und hinterfragte die derzeitigen Strömungen, die so weit gehen, Kinder noch vor der Zeugung in einer Kinderkrippe anzumelden. „Kinder brauchen Menschen, die sie kontinuierlich durch ihr Leben begleiten, also beständige Bezugspersonen, die für sie da sind, in guten wie in schlechten Zeiten. Keine noch so gute institutionelle Kinderbetreuung kann das leisten. Hier Eltern wieder das Rüstzeug für eine freudvolle Elternerfahrung zu geben", ist, so Susanne Schmid, „ein Gebot der Stunde."
Weitere Informationen zu den Referierenden und Fotos von der Veranstaltung auf www.familienbund.at
Familienpolitik Österreich neu bauen!
Am 15. Mai 2012 luden Familienzukunft Österreich und die Zukunftsakademie des BZÖ zum Thema Kindergesundheit zu einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion ins Palais Epstein.
2012 setze das BZÖ auf den Schwerpunkt Kindergesundheit, erklärte Familienzukunft Obfrau Mag. Heidrun Tscharnutter in ihrer Begrüßung. Moderatorin Ursula Haubner betonte, dass Familie Verantwortung bedeute; nämlich Verantwortung des Staates, aber auch der Eltern für ihre Kinder. Es gelte massiv die Prävention im Sinne eines sozialen Frühwarnsystems auszubauen, denn ein Euro in die Prävention, erspare dem Staat und damit der Gesellschaft langfristig acht bis zehn Euro "Reparaturkosten".
Universitätsprofessor Dr. Reinhold Kerbl, der Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Kinder und Jugendheilkunde, plädierte für eine Eltern-Kind-Vorsorge auf neuen Beinen, sprach sich für eine Stärkung der Männerrolle aus und verlangte den Abbau bürokratischer Hürden. So seien beispielsweise bis zu 15 Amtswege zu erledigen, bevor man als Eltern einen Rollstuhl für sein Kind erhält. Kerbl forderte hier die Schaffung eines One-Stop-Shop-Prinzips.
Primarius Dr. Klaus Vavrik, der Präsident der Österreichischen Liga für Kinder- und Jugendgesundheit, betonte, dass sich die Krankheitsbilder bei Kindern massiv verändert hätten. Es gebe immer mehr so genannte Lebensstilerkrankungen, chronische und psychosoziale Leiden. Österreich belegt bei Kindergesundheit den 20. Platz von 21 OECD-Ländern und ist innerhalb der EU sogar das Schlusslicht. Die derzeitigen Gesundheitsfolgekosten dieser Entwicklung von rund 1,6 Milliarden Euro pro Jahr würden sich bis 2030 voraussichtlich auf rund 3,7 Milliarden Euro mehr als verdoppeln. Vavrik plädierte für eine viel stärkere Potentialentfaltung.
Für Elisabeth Schausberger, die Geschäftsführerin von KIB - Children Care Verein rund ums erkrankte Kind - ist die zentrale Frage die Betreuung von Kindern im Krankheitsfall. Allein 2011 hätten bei KIB mehr als 1.000 Eltern angefragt, weil sie keine Betreuung für ihr krankes Kind finden konnten. Schausberger plädierte dafür, die Pflegefreistellung für Eltern bei Krankheit des Kindes auszuweiten und den Kreis der Inanspruchnehmer auszubauen.
http://www.familienzukunft.at/
Mitterlehner: Neuer berufundfamilie-Index unterstützt Ausbau der Familienfreundlichkeit
Familienfreundlichkeit bringt Unternehmen klare betriebswirtschaftliche Vorteile und hilft beim Anwerben von Fachkräften
Wirtschafts- und Familienminister Reinhold Mitterlehner hat am Montag in einer Pressekonferenz den erstmals für Österreich erstellten berufundfamilie-Index präsentiert - eine repräsentative und wissenschaftlich fundierte Befragung zum betrieblichen Familienbewusstsein. "Eine familienbewusste Personalpolitik zahlt sich auch betriebswirtschaftlich nachhaltig aus. Familienfreundliche Unternehmen haben weniger Krankenstände und eine geringere Fluktuationsrate. Die Beschäftigten sind dort produktiver und motivierter als im Durchschnitt aller Unternehmen und kehren früher aus der Elternkarenz zurück", sagte Mitterlehner zu den Ergebnissen. "Österreichs Wirtschaft braucht 50.000 zusätzliche Fachkräfte. Neben Migration und Qualifizierung ist der Ausbau der Familienfreundlichkeit eine der wichtigsten Maßnahmen, um den Fachkräftebedarf zu sichern. Durch eine leichtere Vereinbarkeit von Familie und Beruf steigt die Erwerbsquote von Frauen mit Kindern", so Mitterlehner.
Österreichs Unternehmen haben die enorme Bedeutung des Themas erkannt: Im Schnitt erreichen sie auf dem berufundfamilie-Index einen Wert von 66,7 von 100 Punkten. Zum Vergleich: Deutschland erreichte bei der Untersuchung 2008 einen Wert von 63 Punkten, die Schweiz 2009 knapp 65 Punkte. Hierzulande gibt es aber in beide Richtungen "Ausreißer": 12,8 Prozent der Unternehmen zählen bei der Vereinbarkeit zu "Musterschülern", während 17,4 Prozent der Unternehmen hier unterdurchschnittlich sind. "Das zeigt den Handlungsbedarf und das Potenzial", so Mitterlehner.
Auf Basis der Erhebung wird daher künftig auf der Webseite www.berufundfamilie-index.at ein neues Selbstdiagnose-Instrument für Betriebe angeboten, dass vom Studienautor Helmut Schneider, Wissenschaftlicher Leiter am Forschungszentrum Familienbewusste Personalpolitik (FFP) in Münster und Berlin, erarbeitet wurde. Jedes Unternehmen kann damit in nur wenigen Minuten sein Familienbewusstsein mittels Fragebogen messen und in Relation zu vergleichbaren Firmen sehen, wie es hier "aufgestellt" ist. Zum Schluss erfolgt eine Analyse, in der Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt und weitere mögliche Maßnahmen empfohlen werden.
Volltext samt Anhängen unter http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20120521_OTS0087/mitterlehner-neuer-berufundfamilie-index-unterstuetzt-ausbau-der-familienfreundlichkeit-anhang
Vorarlberg ist das familienfreundlichste Bundesland
Staatspreis geht in drei von fünf Kategorien an Vorarlberger Betriebe
Das Ergebnis des Bewerbes um den Staatspreis "Familienfreundlichster Betrieb" ist aus Vorarlberger Sicht einmalig: In drei von fünf Kategorien ging heuer die Auszeichnung an Vorarlberger Betriebe bzw. Organisationen. "Unser Land ist Nummer 1 in Sachen Familienfreundlichkeit. Dieser Erfolg zeigt, welch hohen Stellenwert die Vereinbarkeit von Beruf und Familie mittlerweile im Bewusstsein der Menschen und in der Wirtschaft hat", so Landesrätin Greti Schmid bei der feierlichen Siegerehrung durch Bundesminister
Reinhold Mitterlehner am Dienstag, 15. Mai 2012, in Wien.
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20120516_OTS0086/vorarlberg-ist-das-familienfreundlichste-bundesland
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20120516_OTS0047/mitterlehner-staatspreis-an-besonders-familienfreundliche-betriebe-verliehen-bild
Aviso Diskussion Grüne am 23. Mai: "Familienpolitik - Ein Streitgespräch"
Vergessen die Grünen auf die traditionelle Kleinfamilie, wird Wahlfreiheit überwertet und wie wichtig sind Werte? Welche Funktion hat Familie in der Vergangenheit erfüllt und welche erfüllt sie heute? Was sind die Zukunftsvisionen und wer besitzt die Definitionsmacht was Familie ist und sein darf?
Über diese und ähnliche strittige Fragen diskutieren
NR-Abg. Daniela Musiol, Familiensprecherin Grüne
LT-Abg. Birgit Hebein, Sozialsprecherin Grüne Wien
mit ExpertInnen.
Moderation: Ulli Weish
Zeit: Mittwoch, 23. Mai 2012, 18:00 Uhr
Ort: IG Architektur, Gumpendorferstraße 63B, 1060 Wien
Familien- und Haushaltsstatistik 2011
Diese Publikation von Statistik Austria präsentiert zentrale haushalts- und familienstatistische Sachverhalte für das Jahr 2011. Grundlage dafür sind die Daten der Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung, einer Stichprobenerhebung in Privathaushalten.
Dem Tabellenteil sind eine kurze Darstellung der Ergebnisse sowie ein Glossar, das die Definitionen der wichtigsten Begriffe beinhaltet, vorangestellt. Der Tabellenteil ist in drei Abschnitte unterteilt. Im ersten werden die Privathaushalte bzw. deren Bevölkerung nach demographischen und sozioökonomischen Merkmalen dargestellt. Der zweite Teil widmet sich der Familie im Sinne der Kernfamiliendefinition. Hier wird die Familie in ihren unterschiedlichsten Erscheinungsformen nach bestimmten Merkmalen abgebildet. Zusätzlich werden Tabellen für Kinder in Familien präsentiert. Der dritte Teil beschäftigt sich mit der Frage nach der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Hier wird der Frage nachgegangen, ob bzw. inwiefern das Vorhandensein von Kindern die Teilnahme am Erwerbsleben beeinflusst.
Im Anschluss daran finden sich Tabellen, die Auskunft über die Stichprobenfehler der hochgerechneten Werte geben.
http://www.statistik.at/web_de/services/publikationen/6/index.html?id=6&listid=6&detail=526
Österreichweite Vernetzungsfachtagung Kinderbetreuung
Am 22. Juni 2012 in Anif, Gemeindeamt Anif, Aniferstr. 10, 5081 Anif
Kinderbetreuung ist ein wichtiger Standortfaktor im globalen Wettbewerb um Unternehmen und Fachkräfte. Gut ausgebildete Spezialisten/-innen werden nur schwer für einen Standort zu gewinnen sein, an dem sie Beruf und Familie nicht vereinbaren können. Die Lebensqualität für Familien kann mit einem passenden Betreuungsangebot entscheidend durch Träger, Gemeinden und Arbeitgeber verbessert werden.
In dieser Vernetzungsfachtagung für Kinderbetreuungseinrichtungen, Träger, Gemeinden und Unternehmen werden Qualitätskriterien der Kinderbetreuung vorgestellt. Es wird erläutert wie sich Kinderbetreuung auf die kognitive, soziale und emotionale Entwicklung von Kindern auswirkt. Es wird aber auch hinterfragt wie weit die Flexibilität gehen kann. Weiters werden Fördermöglichkeiten vorgestellt, sowie konkrete Initiativen und Lösungsansätze der Kinderbetreuung aufgezeigt und wie diese umgesetzt werden können. Wir haben dazu Experten/-innen eingeladen und möchten Ihnen die Gelegenheit bieten sich umfassend zu informieren und mit anderen auszutauschen.
Anmeldung und weitere Informationen unter: http://www.spes.co.at/termine/termindetails.html?no_cache=1&tx_ttnews%5Bpointer%5D=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=765&tx_ttnews%5BbackPid%5D=133
Online-Diskussion für Jugendliche auf www.expectations2012.eu
Wie werden wir in 10, 20, 30 Jahren leben? Was erwarten junge Menschen von unserer Zukunft? Das will die Julius Raab Stiftung gemeinsam mit dem EFA-Network der Bundesjugendvertretung, der Bertelsmann Stiftung, der Jungen Industrie, der Jungen Wirtschaft sowie der Wirtschaftskammer Österreich und iv.future - von Jugendlichen in ganz Europa wissen: Ab 9. Mai läuft die intensive Diskussion drei Wochen lang auf www.expectations2012.eu .
Gepostet, gevotet und diskutiert wird in deutscher und englischer Sprache. Wie das genau geht, zeigt dieses Video: http://vimeo.com/41835199
Europa 2020: Die wirtschaftlichen Ziele Europas und Österreichs Nationales Reformprogramm 2012 liegt dem Nationalrat vor
Die "Europa 2020-Strategie" für Beschäftigung, Forschung&Entwicklung, Klimaschutz, Energiepolitik und Armutsbekämpfung wird von den EU-Mitgliedsländern auf der Grundlage jährlich adaptierter Programme umgesetzt. Das "Nationale Reformprogramm Österreich 2012" (III-324 d.B.) hat die Bundesregierung dem Nationalrat kürzlich vorgelegt. Zu den wirtschaftlichen Zielen der Union zählt bis 2020 eine Beschäftigungsquote von 75%. Österreich peilt einen Wert von 77% bis 78% an und hat bereits 2010 eine Quote von 74,9% erreicht. Bei den Investitionen in Forschung und Entwicklung will die EU im Jahr 2020 3 % des BIP erreichen, Österreich schaffte bis 2010 2,76 % und zielt auf eine Relation von 3,76 % im Jahr 2020. Bei den HochschulabsolventInnen lag die Quote 2010 bei 35,2%. Der österreichische Zielwert für 2020 liegt bei 38% (EU:40 %). Die Emissionen klimaschädlicher Gase will die EU gegenüber 2005 um 10% senken, für Österreich lautet das Ziel auf minus 16% gegenüber 2005, bis 2010 erreichte Österreich eine Reduktion um 9,1 %. Sehr ambitionierte Ziele verfolgt Österreich bei der Nutzung erneuerbarer Energieträger und hat sich bis 2020 einen Anteil von 34% (EU-Ziel: 20%) vorgenommen. Schon 2010 machte der Anteil erfreulicherweise 30,8 % aus. Beim Bemühen, die Schulabbrecherquote EU-weit auf 10 % zu senken, hatte Österreich 2010 mit 8,3 % die eigene Zielsetzung bis 2020 (9,5 %) bereits übertroffen. Das gilt auch für die Zahl der von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffenen Bevölkerung, die europaweit um 20 Millionen gesenkt werden soll. Österreich zielt bis 2020 auf eine Reduktion um 235.000 Menschen und hat sich dieser Zahl bis 2010 mit einer Senkung um 159.000 Menschen angenähert.
Europäische und österreichische Ziele in der Beschäftigungspolitik
Beim Thema Beschäftigung räumt die Bundesregierung im Einklang mit jüngsten Beschlüssen der europäischen Staats- und Regierungschefs der Arbeitsmarktbeteiligung älterer ArbeitnehmerInnen und der Steigerung der Erwerbsbeteiligung von Frauen, Jugendlichen und Personen mit Migrationshintergrund höchste Priorität ein. Der Bericht informiert unter anderem über die 750 Mio. Euro-Arbeitsmarktoffensive 2012 bis 2016 für ältere und gesundheitlich eingeschränkte ArbeitnehmerInnen im Rahmen des Stabilitätspakets und über den Schwerpunkt Jugendbeschäftigung. Dazu kommt der Einsatz von 110 Mio. € in den Jahren 2011 bis 2014 zur Schaffung von Kinderbetreuungsplätzen, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, vor allem auch für Frauen zu verbessern. Frauenspezifische Programme gelten "Frauen in der Technik" und der Förderung von WiedereinsteigerInnen. Zudem soll der Anteil der Frauen in Aufsichtsräten staatsnaher Unternehmen bis 2013 auf 25 % und bis 2018 auf 35 % gesteigert werden. Im Sinne des Grundsatzes "Rehabilitation vor Pension" zählt die Ausweitung der Rehabilitation zur Reform der Invaliditätspension, eine Maßnahme, die auch dem Kampf gegen die Altersarmut gilt. Schließlich informiert der Bericht auch über Programme wie "fit2work" zur Prävention gegen sekundäre Berufskrankheiten und "Check 4 Chances" zur Integration arbeitsfähiger älterer Menschen in den Arbeitsmarkt. Der "National Job Plan" und der "Euro-Plus-Pakt" enthalten Maßnahmen zur Förderung der Bechäftigung von Jugendlichen (Jugendcoaching, Lehrlingscoaching). Die Ausbildungsgarantie im Rahmen der "überbetrieblichen Lehrausbildung" besteht auch 2012 und ermöglicht jungen Menschen, die keine betriebliche Lehrausbildung absolvieren können, eine hochwertige Fachausbildung. Jugendliche mit Migrationshintergrund werden noch stärker als bisher in Qualifizierungsmaßnahmen einbezogen.
Der vollständige Text unter http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20120521_OTS0034/europa-2020-die-wirtschaftlichen-ziele-europas-und-oesterreichs-nationales-reformprogramm-2012-liegt-dem-nationalrat-vor
Call for Papers zur Tagung Frauen am Land - Potentiale und Perspektiven
Im Februar 2013 wird in Wien die Tagung Frauen am Land - Potenziale und Perspektiven an der Universität für Bodenkultur Wien stattfinden. Allzu selten stehen die vielfältigen Lebens- und Arbeitsverhältnisse, Herausforderungen, Rollen und Leistungen von Frauen, die in ländlichen Regionen leben, im Blickpunkt der Öffentlichkeit - deshalb diese Tagung! Ähnlich der Konferenz Frauen in der Landwirtschaft 2011 an der Universität Bern sollen in wissenschaftlichen Vorträgen, Praxisforen und Podiumsdiskussionen Frauen im Mittelpunkt stehen und der Austausch zwischen Forschung und Praxis angeregt werden.
http://www.wiso.boku.ac.at/frauentagung2013.html
Deutschland: Der neueste Newsletter Frau 2000plus e.V.
Volle Kelle: „Geschlechtergerechte Zwangsbeglückung"
Baden-Württemberg muss doch ein herrliches Land sein, wenn man bei den Grünen offenbar in Ermangelung von realen Problemen dabei ist, sich extra welche zu schaffen. Jetzt muss die Frauenpolitik dran glauben, denn die Grünen wollen nun alle anderen Parteien bei der Kommunalwahl zwingen, ihrem eigenen Beispiel zu folgen, indem per Gesetz festgelegt wird, dass jeder zweite Listenplatz bei allen Parteien von einer Frau zu besetzen wird. „Volle Kelle" diesmal zur Zwangsbeglückung im Geschlechterkampf. Ein Ausschnitt: „Die Grünen wissen auch ganz genau, warum so wenig Frauen in der Politik sind: die an männlichen Biografien orientierte politische Kultur - und nicht etwa das mangelnde Interesse oder gar Engagement von Frauen. Merke: Die Frauen wollen ganz dringend, aber Mann lässt sie nicht und hat sich männliche Strukturen geschaffen, die Frauen außen vor halten. Finden die Ortsverbandssitzungen neuerdings auf der Männer-Toilette statt? Hoch lebe das alte Feindbild!"
Den ganzen Text, wie immer verbunden mit der freundlichen Aufforderung nach Kommentaren, finden Sie hier: http://www.theeuropean.de/birgit-kelle/11112-gruene-gleichstellungspolitik-in-baden-wuerttemberg
Justizministerin stärkt Recht auf Umgang für Väter
Ein Referentenentwurf sieht die Stärkung der Rechte leiblicher Väter auf Treffen mit ihren Kindern vor. Voraussetzung ist aber, dass der Erzeuger die Bereitschaft zu Verantwortung für das Kind zeigt, so berichtet die Zeitung „Die Welt" - Meine Väter, diese Woche war Vatertag und wie ich selbst weiß, hatten nicht alle Väter in diesem Verteiler an diesem Tag die Gelegenheit, ihre Kinder überhaupt zu sehen. Es wird Zeit, dass wir nicht immer nur verlangen, dass sich Väter mehr einbringen sollen, sondern ihnen auch rechtlich den Rücken stärken, damit sie es auch real tun könne, wenn sie es wollen. Immer wieder erreichen mich erschütternde Briefe von Vätern, die darum kämpfen, nach einer Trennung ihre Kinder weiterhin sehen zu dürfen. Denn Sorgerecht ist nicht gleich Umgangsrecht. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte muss sich immer wieder mit solchen Fällen aus Deutschland befassen und hat nun schon mehrfach eine Neuregelung in Deutschland angemahnt. Es ist ein unwürdiger Zustand, sowohl für die Kinder, als auch für die Väter. Kinder brauchen beide Eltern. Der neue Gesetzesentwurf ist nun ein Schritt in diese Richtung, hat allerdings noch zahlreiche Haken, denn nach wie vor muss erst ein Gericht klären, ob es denn dem „Kindeswohl" dienlich ist, dass ein Kind seinen Vater sieht. Ein Anfang, aber noch lange nicht genug.
Für alle Väter, anbei ein Text des britischen Premierministers David Cameron, den dieser im vergangenen Jahr anlässlich des Vatertages veröffentlichte. Es war für ihn der erste Vatertag, mach dem Tod des eigenen Vaters und reflektiert darüber, was ihm sein Vater auf den Weg gegeben hat - aber auch darüber wie unterschiedlich für ihn die Rolle seiner Mutter dazu war. Leider nur auf Englisch, aber wirklich lesenswert: „Dad's gift to me was his optimism - Vaters Geschenk an mich, war sein Optimismus"
Hier der Link: http://www.telegraph.co.uk/news/politics/david-cameron/8584238/David-Cameron-Dads-gift-to-me-was-his-optimism.html
„Wir erziehen eine unmündige Generation"
Josef Kraus ist Vorsitzender des Lehrerverbands und Leiter eines Gymnasiums bei Landshut. Im Interview spricht er über Helikopter-Eltern, gefesselte Kinder und die Klageflut gegen Lehrer und Schulen. Ich würde mir wünschen, dass noch viel mehr Lehrer Klartext reden darüber, wie sich die Kinder verändern durch den Druck der Gesellschaft. Kraus sagt, es sei ein Anteil von 20 Prozent der Eltern, die 80 Prozent der Zeit der Lehrer in Anspruch nehmen. Darunter die Eltern, die über-, und die die unterbehüten. Wir haben aber immer noch eine Mehrheit, die offenbar normal ist. Was bleibt ist der allgemeine Druck, Kinder früher „erwachsen" werden zu lassen. An einer Blume ziehen wir aber doch auch nicht, damit sie schneller wächst, wir wissen, dass es nichts nützt und dass sie im Zweifel reißt. Warum ziehen wir also mit aller Gewalt an den Kindern? Hier ein Ausschnitt aus dem Interview: „Die biologische und psychische Reifung gehen immer weiter auseinander. Biologisch beginnt die Pubertät immer früher, schon in der fünften oder sechsten Klasse. Gleichzeitig wird die psychische Entwicklung durch die Überbehütung der Eltern verlangsamt. Die „goldene Kindheit", die Phase eines unbelasteten, unverkrampften Lernens, ist kürzer geworden. Das G8 hat den erfolglosen Versuch gemacht, Reifungsprozesse zu beschleunigen. Die Kinder werden zugleich gefesselt - durch die Überbehütung der Eltern - und zur Eile getrieben. Wir entlassen Abiturienten, die studierberechtigt, aber nicht unbedingt studierfähig sind."
Den ganzen Text finden Sie hier:
Rede von Christine Haderthauer vor dem Bundesrat
Sie ist eine der lautstärksten Verfechterinnen des Betreuungsgeldes, dafür würde ich Frau Haderthauer gerne einmal einen Orden umhängen. Am 11. Mai hat sie in einer Rede vor dem Bundesrat noch einmal zusammengefasst, worum es in der aktuellen Debatte geht und warum ein Betreuungsgeld zwingend her muss. Hier ein Ausschnitt, der hinzu auch noch sehr anschaulich zeigt, dass es das Prinzip: Wer die Sachleistung nicht will, bekommt stattdessen Bargeld, schon länger im Bereich des Pflegegeldes gibt und allein schon deswegen diese ewigen Vergleiche zwischen Opernplätzen und Kindern, völlig irrsinnig sind: „Der Staat hat sich vorgenommen, der Gruppe von Eltern, die ein- und zweijährige Kinder zu betreuen haben, zu helfen; denn die Betreuung kostet in jedem Fall Zeit, und Zeit ist Geld. Der Staat sagt: Das ist jetzt eine öffentliche Aufgabe, wir wollen da helfen. Wir stellen eine Sachleistung zur Verfügung. Das ist der Krippenplatz, der den Steuerzahler 1.000 Euro im Monat kostet. Wer diesen nicht brauchen kann, der bekommt Bargeld, das deutlich niedriger ist. Eine ähnliche Konstruktion haben wir in der Pflege. Dort kann man die Sachleistung, die Pflegeleistung in der Einrichtung wählen, oder man bekommt Pflegegeld als pflegender Angehöriger. Glücklicherweise käme niemand auf die Idee zu fragen, ob mit dem Pflegegeld richtig umgegangen wird, ob es dem zu pflegenden Angehörigen zugute kommt. Das sagt auch bei der Frage „Krippe oder Betreuungsgeld" nur derjenige, der die Krippe für den besseren Weg hält."
Den ganzen Text finden Sie unter folgendem Link:
http://www.haderthauer-direkt.blogspot.de/
Birgit Kelle, Vorsitzende Frau 2000plus e.V.
MOB New Women For Europe
birgit.kelle@frau2000plus.net
www.frau2000plus.net
Frau 2000plus e.V. ist Mitglied des europäischen
Dachverbandes New Women For Europe in Brüssel
Papst: Arbeit darf Familienleben nicht behindern
Benedikt XVI. spricht sich bei Generalaudienz für Erhaltung des Sonntags als Ruhetag aus
Arbeit darf das Familienleben nach den Worten von Papst Benedikt XVI. nicht behindern, sondern sollte es fördern. Sie sollte es der Familie ermöglichen, "sich für das Leben zu öffnen und in Beziehung mit der Gesellschaft und der Kirche zu treten", sagte der Papst am 16. Mai 2012 bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz in Rom. Er sprach sich zudem für den Sonntag als Ruhetag und als Gelegenheit, die Familienbande zu stärken, aus.
Anlass für den Papst-Appell war der von der UNO proklamierte Internationale Tag der Familie, der am Dienstag begangen wurde. Er war in diesem Jahr der Vereinbarkeit von Beruf und Familie gewidmet.
Auch das katholische Weltfamilientreffen in Mailand, das Benedikt XVI. Anfang Juni besucht, steht unter dem Motto: "Die Familie: Arbeit und Fest".
Urlaubssaison 2012: Schwacher Euro macht Übersee-Destinationen teuer; zwischen 40 und 70% Kaufkraftvorteil in der Slowakei, Tschechien und Ungarn"
http://www.statistik.at/web_de/presse/064347
Frühere Ausgaben des IEF-Newsletters sind online verfügbar.
Medieninhaber:
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Herausgeber:
Prof. Günter Danhel, DSA
Direktor des Instituts für Ehe und Familie
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Versand:
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Institut für Ehe und Familie
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Wir danken folgenden Institutionen für ihre Unterstützung:
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Niederösterreichisches Familienreferat
Oberösterreichisches Familienreferat
Tiroler Landesregierung JUFF Fachbereich Familie