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Inhalt überspringenNewsletter 8/2012
Familiennetzwerk-Frühstückstreffen am 16.02.2012 - Neue Ansätze zur besseren Vereinbarkeit von Familien- und Berufsleben
Das nächste Frühstückstreffen des Österreichischen Familiennetzwerks www.familiennetzwerk.at mit Mag. Doris Palz findet am Donnerstag, dem 16. Februar 2012, von 8.45 bis ca. 10.00 Uhr, im Café Schottenring, 1010 Wien, Schottenring 19, im ‚Börsensalon‘, statt.
Anmeldung erbeten: guenter.danhel@familiennetzwerk.at oder per SMS am +43 664 824 36 51.
Familie ist für die meisten Menschen in Österreich erstrebenswert und wichtig für das persönliche Glück. Das geht kontinuierlich aus allen Wertestudien hervor. Insbesondere junge Menschen sehen in Familie und Partnerschaft eine wesentliche Grundlage für Glück und Zufriedenheit. Das ist weder neu noch überraschend. Trotz dieses klaren Stellenwerts in der Bevölkerung und dem persönlichen Wunsch nach Partnerschaft und Kindern zeigen die Statistiken in eine andere Richtung. Die Geburtenrate in Österreich ist kontinuierlich niedrig insbesondere je höher das Ausbildungsniveau von Frauen ist. Von allen erdenklichen Seiten wie jüngst von IV mit AK kommen familienpolitische Reformvorschläge, die gerade bei jungen Menschen zu Verunsicherung führen. Was brauchen Menschen, damit sie ihr Lebenskonzept realisieren können? Welche Rolle spielen Unternehmen und Kommunen? Als Beraterin begleite ich seit mehr als 10 Jahren Prozesse in Unternehmen und Regionen woraus interessante Erkenntnisse resultieren. In der Studie „2030: Zukunft der sozialen Sicherungssysteme in Österreich" haben wir uns im Dr. Karl Kummer Institut auch mit der Sicherung von Familie beschäftigt und Erkenntnisse und Positionen erarbeitet, die einen Beitrag zur Diskussion aus christlich-sozialer Sicht darstellen.
Doris Palz ist Juristin, verheiratet und hat zwei Kinder. Sie ist geschäftsführende Gesellschafterin der Palz & Partner KG und ehrenamtliche Geschäftsführerin des Dr. Karl Kummer Instituts in Wien. www.palz-partner.at ; www.kummer-institut.at
Tagung Gemeinwohl
Nach der einführenden Behandlung des bonum commune Anfang Dezember im Stift Heiligenkreuz soll im kommenden Sommersemester an zwei weiteren Terminen eine Vertiefung des Gemeinwohlgedankens in der abendländischen Tradition vorgenommen werden. Der erste Termin widmet sich schwerpunktmäßig der philosophisch-theologischen Dimension, der zweite Termin Anfang Mai politischen und ökonomischen Fragestellungen.
Das Seminar steht allen Studenten und Interessierten offen. Aus organisatorischen Gründen bitten wir um eine verbindliche Anmeldung bis spätestens 25. Februar bzw. 27. April 2012 an Gregor.Hochreiter@gmx.at
Die Teilnahme an beiden Terminen wird empfohlen, ist aber nicht verpflichtend.
Datum: 3. März 2012 und voraussichtlich 5. Mai 2012, Beginn: um 10.00, die Tagung endet nach dem Chorgebet gegen 18.20 Uhr.
Themen:
3. März 2012 - Philosophisch-theologischer Schwerpunkt
o Wiederholung
o Harmonische Ordnung und neuzeitliche Verwerfungen - eine Gegenüberstellung
o Von der rechten politischen Ordnung und den Führungseliten
o Die kosmische Ordnung
5. Mai 2012: - Politisch-ökonomischer Schwerpunkt
o Staatsphilosophie und Reichsgedanke
o Gemeinwohl und Familie
o Nationale und internationale Ordnung
o Zusammenfassung
Tagungsbeitrag: €15 (+ € 8 für das Mittagessen); Klerus und Studenten gehen frei.
Veranstaltungsort: Phil.-Theol. Hochschule Benedikt XVI. Heiligenkreuz
Näheres http://xpcdn.net/gemeinwohl.pdf
Oberösterreich: neuer Namen für den ‚Familienoscar‘ gesucht
Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Hollywood hat ihre Markenrechte in Bezug auf die Auszeichnung "Oscar" geltend gemacht, eine Änderung der Bezeichnung "Familienoskar" ist deshalb notwendig. Haben Sie eine Idee für den Namen unseres "Familienpreises"? Dann nehmen Sie an unserem Ideenwettbewerb teil und gewinnen Sie dabei einen der tollen Preise. Vorschläge auf www.familienkarte.at möglich!
Theologe Sedmak plädiert für "Wirtschaft mit Seele"
Neuer Sammelband über "Corporate Social Responsibility" erschienen
Für eine "Wirtschaft mit menschlichem Antlitz" plädiert der Salzburger Theologe Prof. Clemens Sedmak in seinem Beitrag für den neuen Sammelband "Corporate Social Responsibility. Verantwortungsvolle Unternehmensführung in Theorie und Praxis". Das über 800 Seiten starke, von Andreas Schneider (Wirtschaftskammer Österreich) und Rene Schmidpeter (Bertelsmann-Stiftung) herausgegebene Werk versteht sich als "Standardwerk" zur "Corporate Social Responsibility" (CSR) und wird am 2. Februar in Wien präsentiert. Sedmak ist der einzige Theologe unter den Autoren.
Eine "menschliche Wirtschaft" liege laut Sedmak dann vor, wenn sie "von Menschen getragen", "für Menschen gemacht" und "dem Menschen angemessen" sei. In ihr erfahre sich der Mensch gleichermaßen als Subjekt, als Adressat und als Kriterium der Wirtschaft. Dies beinhalte laut Sedmak ebenso eine Diskussion über Spitzeneinkommen und deren Berechtigung wie Diskussionen über mögliche Grenzen und Regulationen des Marktes. Man könne einen solchen Wirtschaftsbegriff auch als "Wirtschaft mit Seele" bezeichnen, so Sedmak, da der Begriff der Seele drei Grundfragen beinhalte, auf die auch Wirtschaft eine Antwort geben müsse: Die Frage nach dem "Woher", die Frage nach dem "Wohin" und letztlich auch die Frage nach dem "Warum" des Wirtschaftens. "Humane Marktwirtschaft stellt diese drei fundamentalen Fragen nach Basis und Wurzel, nach Ziel und langfristiger Ausrichtung, nach Grund und Begründung".
Daraus ergibt sich laut Sedmak schließlich ein "Verantwortungsprivileg" für wirtschaftliche Unternehmen. Eine verantwortungsbewusste Wirtschaft müsse "Antworten auf Fragen geben, die Menschen an den Markt herantragen" - unter anderem können dies auch "Fragen, die die Grenzen des Marktes betreffen" sein.
Sedmaks Beitrag in dem Band versteht sich als Grundlagenreflexion auf die prinzipielle Bedeutung des Menschen in wirtschaftlichen Abläufen. Dabei zeigt der Theologe auf, dass "humane Marktwirtschaft" kein Paradoxon ist, mehr noch, dass Menschlichkeit gar "Grundprinzip und Kriterium" allen Wirtschaftens ist. Der Mensch habe gleich in dreifacher Weise einen eigenen "Ort im Wirtschaftsgeschehen": in Form eines "unternehmerischen Selbst", in Form der ihm gegenüberstehenden Kooperationspartner und in der Grundstruktur von Wirtschaft überhaupt - denn die Wirtschaft reagiere laut Sedmak mit ihren Produkten auf Grundfragen des Menschen etwa nach dem "guten Leben".
Neben dem Beitrag Sedmaks enthält der Band Beiträge von insgesamt 67 Autoren aus dem gesamten deutschen Sprachraum. Ziel ist es, Unternehmern wie Studierenden eine Gesamtübersicht zum Thema CSR zu bieten - von Grundlagenreflexionen bis hin zu praktischen Beispielen. "Mit seinem Ansatz, Wirtschaft und Gesellschaft nicht als Gegensatz, sondern nachhaltiges Wirtschaften als Investition in die Zukunft zu begreifen, hat es den Anspruch, einen neuen Standard in der Managementliteratur zu setzen", heißt es von Seiten der Wirtschaftskammer Österreich zu dem Buch.
"Corporate Social Responsibility. Verantwortungsvolle Unternehmensführung in Theorie und Praxis" ist im Springer-Verlag erschienen.
http://www.kathpress.at/site/nachrichten/database/44607.html
http://www.ief.at/content/site/newsletter/newsletter.content/156.html
Spielen auf dem Rasen nicht erlaubt!
Kinderreiche Familien in Deutschland ein Interview mit Thomas Franke, Sprecher des Vorstands vom Verband Kinderreicher Familien Deutschland e.V.
Im Jahr 2011 wurde der Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. gegründet. Die Gründer und Mitglieder haben als ihr Ziel formuliert, die Interessen kinderreicher Familien zu vertreten. Der Verband setzt sich für eine familienfreundliche Sozialpolitik, die Akzeptanz kinderreicher Familien in der Gesellschaft sowie für ihre Förderung und Unterstützung ein.
Im Interview erläutert Thomas Franke, Sprecher des Vorstandes, die Situation kinderreicher Familien in Deutschland und die Arbeit des Verbandes. Weitere Informationen über den Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. kann man dieser Webseite entnehmen.
[Das Interview führte Britta Dörre.]
ZENIT: Herr Franke, der Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. stellte sich am 17.10.2011 im Rahmen einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vor. Daraus kann man schließen, dass die Situation sich für kinderreiche Familien nicht verbessert hat?
Thomas Franke: Wie auch, es hat sich ja keiner für uns eingesetzt. Eine Demokratie stellt sich auf die gesellschaftlichen Gruppen ein, die ihre Interessen wahrnehmbar artikulieren. Das hat in der Vergangenheit niemand mehr explizit für kinderreiche Familien getan. Daher ist dieses Lebensmodell einfach in der gesellschaftlichen Wirklichkeit nicht mehr existent und wird dann bei politischen oder wirtschaftlichen Entscheidungen nicht mehr bedacht.
ZENIT: Welche politischen Rahmenbedingungen könnten die Lage verbessern?
Thomas Franke: Familienpolitik ist heute Betreuungspolitik. Hauptsächlich kreist die Debatte um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und dabei um die Frage, wie man eben beides realisieren kann. Es würde sich schon viel ändern, wenn die Frage ins Zentrum rücken könnte, wie man in Zukunft eine familienfreundliche Wirtschaft hinbekommt.
ZENIT: Wie versucht der Verband, langfristig eine Verbesserung für kinderreiche Familien zu erzielen?
Thomas Franke: Die Eltern einer kinderreichen Familie können Familie und Beruf nicht mehr zu gleichen Teilen vereinbaren, ohne ihre Verantwortung gegenüber ihren Kindern zu vernachlässigen. Der Elternteil, der sich hauptsächlich um die Kinder kümmert, schafft auch einen „Wert" - auch für die Gesellschaft an sich. Wenn das wieder verstärkt in die Überlegungen mit einbezogen wird, ist schon viel erreicht.
ZENIT: In welchen Bereichen stellen Sie die größten Schwierigkeiten für kinderreiche Familien fest?
Thomas Franke: Abseits aller Sonntagsreden stellen wir flächendeckend eine latente Kinderfeindlichkeit in der Gesellschaft fest. Das wird uns auch aus dem Kreis der Mitglieder immer wieder geschildert. Da ist die Mietwohnung, die nicht an eine kinderreiche Familie vergeben wird, der Job, der lieber an einen kinderlosen Single statt an einen Vater oder eine Mutter vergeben wird. Das Kleinkinderabteil in den Zügen der Deutschen Bahn - Käfighaltung für Familien. Es gibt sogar in einigen Kirchen schallgedämmte Isolierkammern für Familien mit Sprechfunkübertragung. Es sind diese kleinen Dinge, die uns das Gefühl geben, am Rande der Gesellschaft zu stehen. Das ist wohl das „dickste Brett", was wir zu bohren haben. Machen Sie doch mal selber die Probe und geben bei Google „Mehrkindpolitik" ein. Sie werden sofort korrigiert und bekommen nur Suchergebnisse für „Einkindpolitik". Oder geben Sie mal bei Microsoft Office „kinderfreundlich" ein. Das Wort wird unterstrichen, weil es im Standardwörterbuch nicht vorkommt. Stattdessen bekommen Sie Korrekturvorschläge für „kinderfeindlich".
ZENIT: Wie erklären Sie sich den Wertewandel in unserer Gesellschaft, die Familien mit mehr als zwei Kindern als befremdlich betrachtet?
Thomas Franke: Viele Kräfte arbeiten seit Generationen daran, die Familie als notwendige soziale Klammer aufzulösen. Wer heute etwas für seine eigene Zukunft und soziale Absicherung tun will, verdient kräftig Geld und hat dann im Alter ein hohes Renteneinkommen. Wer heute viele Kinder hat und damit zwangsläufig weniger Arbeitseinkommen, der ist im Alter ein armer Rentner. Und das, obwohl er viele zukünftige Rentenbeitragszahler geboren und erzogen hat. Eine große Familie ist unter rein monetären und egoistischen Gesichtspunkten heute ein Nachteil.
ZENIT: Wird das Argument „Kinder" erörtert, hört man die Menschen selten über die Freude und das Glück sprechen, sondern nur über die Finanzlast. Was sagen Sie dazu?
Thomas Franke: In einer Gesellschaft, in der wir alles und jedes auf den monetären Faktor herunterbrechen ist das nicht verwunderlich. Aber so funktioniert das Leben eben nicht. Diejenigen, die das erkannt haben, beziehen die „weichen" Faktoren, wie Glück und Liebe aber auch Trauer und Ärger in ihr Kalkül mit ein. Nur dann kann man auch wichtige Lebensentscheidungen, wie die für oder gegen eine Familie vernünftig treffen.
ZENIT: In unserer Gesellschaft wird oft die Tendenz zur Kurzlebigkeit und zum Egoismus kritisiert. Scheidungen, alleinerziehende Eltern oder auch die sogenannten „Patchwork"-Familien gehören zum Alltagsbild. Wie die Statistiken zeigen, hat Deutschland eine der niedrigsten Geburtenraten und zeichnet sich, was die Familie betrifft, vor allem durch Kinderunfreundlichkeit aus. Wie wird sich das langfristig für unsere Gesellschaft auswirken?
Thomas Franke: Ja, es ist inzwischen eine große Zahl, die so lebt. Aber niemand von denen hat es absichtlich gemacht. Niemand hat geheiratet, um sich scheiden zu lassen und danach alleinerziehend durchs Leben zu gehen. Die meisten leiden selber unter diesen Umständen. Sie mit „Egoismus" und „Selbstverwirklichung" zu begründen, geht meines Erachtens am Thema vorbei. Das klingt so stark und selbstbestimmt. Immer mehr Menschen sind einfach nicht mehr in der Lage, Lebenskrisen anzupacken und fliehen schnell aus der Situation. Auch die langfristige Verantwortung für ein Kind wird gern vermieden. Wenn wir nicht in der Lage sind, hier als Gesellschaft neu zu lernen und zu verstehen, dann geht es halt immer so weiter und wir werden immer unsolidarischer und kurzatmiger.
ZENIT: Worin liegen die Stärken kinderreicher Familien?
Thomas Franke: Klar, es gibt einen ganzen Katalog an guten Dingen. Ich möchte hier einen Faktor besonders erwähnen: Kinder werden nicht nur von ihren Eltern erzogen. Je älter sie werden, umso prägender wird das soziale Umfeld. Da ist es eben ein Unterschied, ob ich als Kind einer Kleinfamilie nur die wechselnden Bekanntschaften in Schule und Sportverein habe oder als Teil einer größeren Familie Konflikten nicht so einfach ausweichen kann und mich langfristig in einer Solidargemeinschaft einbringen muss. Wenn ich als Einzelkind irgendjemanden doof finde, dann suche ich mir eben rasch neue Freunde oder kapsele mich ab. Dieses Verhalten funktioniert auch noch in einer Kleinfamilie. Mit vielen Brüdern oder Schwestern kann man so aber nicht dauerhaft umgehen. Man ist aufeinander angewiesen und muss sich organisieren, seinen Platz in dieser Solidargemeinschaft finden. Wenn ich das einmal gelernt habe, dann kann ich damit auch viele weitere Hürden im Leben nehmen.
ZENIT: Papst Benedikt XVI. bekräftigte beim Neujahrsempfang der beim Heiligen Stuhl akkreditierten Diplomatischen Korps am 9. Januar 2012: „Die Familie ist der Ort, an dem man sich der Welt und dem Leben öffnet, ... „das Offensein für das Leben ist ein Zeichen für das Offensein gegenüber der Zukunft". Welche Initiativen plant der Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. für das Jahr 2012, um unserer Gesellschaft dieses Ideal vorzuleben und wieder näher zu bringen?
Thomas Franke: Uns geht es im ersten Lebensjahr unseres Verbandes erst einmal darum, die Grundlagen zu legen - sei es in einer guten Mitgliederentwicklung, in dem Aufbau von politischen und wirtschaftlichen Netzwerken. Das klingt unspektakulär ist aber eine riesige Herausforderung. Unsere ganze Arbeit soll für und in die Zukunft wirken. Schließlich wollen wir keine Eintagsfliege sein. Das kann man direkt aus dem Familienalltag übertragen: Familie ist man nicht einfach so, Familie wird man und Familie bleibt man, wenn man täglich dafür kämpft. So wollen wir es auch mit dem Verband halten.
ROM, 30. Januar 2012 (ZENIT.org)
Bestellte Studie: Deutsche Rentenversicherung verschleiert Ursachen der Altersarmut von Eltern
Der Vorstand des vffm sieht sich zu folgender Pressemeldung veranlasst:
Eine von der Deutschen Rentenversicherung bezahlte Studie kommt zum Schluss, dass Eltern und besonders Mütter nur über ungenügende Rentenanwartschaften verfügen. Das ist nicht neu. Aber die seit Jahrzehnten bekannten Ursachen dafür werden ignoriert. Dementsprechend sind auch die Korrekturvorschläge kontraproduktiv.
Die von Interessengruppen unabhängige Fachliteratur weist schon seit Jahrzehnten darauf hin, dass besonders die Rentenreform 1957 nicht nur die Familienarmut, sondern auch die Altersarmut von Eltern massiv fördert. Der zuvor geltende Generationenvertrag in der Familie (Eltern sorgen für ihre Kinder und werden dafür im Alter wieder von ihnen versorgt) wurde zerstört und durch ein Umverteilungssystem zu Lasten der Eltern ersetzt. Eltern tragen zwar weiter die Kinderkosten. Die von den erwachsen gewordenen Kinder zu zahlenden Renten werden jedoch an Erwerbsarbeit gebunden. Da Erwerbsarbeit mit steigender Kinderzahl immer schwieriger wird, ist heute die Alterssicherung der Eltern schlechter, je mehr Kinder sie hatten.
So wurde ein extrem elternfeindliches Sozialsystem installiert, das den Generationenvertrag auf den Kopf stellte und trotzdem schönfärberisch bis heute als Generationenvertrag bezeichnet wird. Die so verursachte Ausbeutung der Eltern mehrerer Kinder wird von den Organisationen der Wirtschaft und auch von den Gewerkschaften konsequent ignoriert, ja sogar bestritten. Die Deutsche Rentenversicherung hat als „Partner" der Arbeitgeber und Arbeitnehmer dabei immer Hilfestellung geleistet.
Die Empfehlungen aus der Studie zeigen, dass sich die Wissenschaftlerinnen nicht sachlich mit den Hintergründen der besonders Mütter treffenden Altersarmut beschäftigt haben. Vielmehr lautet ihr unsinniger Vorschlag, weitere „Anreize" für eine durchgängige volle Erwerbstätigkeit beider Eltern zu schaffen. So sollen alle Eltern in das Hamsterrad der Doppelbelastung gedrängt werden, das als „Vereinbarkeit von Familie und Beruf" beschönigt wird, aber immer häufiger zum „Burn-out" bei Eltern und der Vernachlässigung von Kindern führt.
Die „Studie" ist ein alarmierendes Beispiel, wie sich sogar Wissenschaftlerinnen der seriösen Humboldt-Universität kaufen lassen, um zu einem gewünschten Ergebnis zu kommen.
Link: http://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2012/fup_12_015/index.html
US-Neurologen: Mutterliebe lässt Gehirn wachsen
Forscher sehen klaren Zusammenhang: Je mehr mütterliche Zuwendung ein Kleinkind erfährt, desto größer ist im Schulalter die Gehirnregion, die für Gedächtnis, Emotionen und Stressbewältigung wichtig ist Neurologen in den USA haben bestätigt: Kleinkinder, die mehr mütterliche Zuwendung erfahren haben, haben im Schulalter einen größeren Hippocampus. Der Hippocampus ist eine Gehirnregion, die für Gedächtnis, Emotionen und Stressbewältigung wichtig ist. Das berichtet Welt online.
Joan Luby und ihr Team von der Universität St. Louis hatten 92 Kinder von drei bis sechs Jahren unter anderem einem leichten Stresstest unterzogen: Kinder bekamen in Anwesenheit ihrer Mütter ein bunt verpacktes Geschenk in ihre Reichweite, durften es aber erst nach acht Minuten öffnen. Auch die Reaktionen der Mütter, Zuwendung und Hilfe, wurden nach einem Punktesystem bewertet.
Rund drei Jahre später maßen Magnetresonanztomographen die Größe des Hippocampus dieser Kinder. Es zeigte sich: Alter oder soziale Stellung der Eltern prägen die Größe der Gehirnregion nicht. Hingegen zeigte sich ein starker statistischer Zusammenhang zwischen der Größe der Gehirnregion und dem beim vorherigen Test ermittelten „Zuwendungs-Index".
Diese „Momentaufnahme" bei dem ersten Test könne ein Hinweis auf die langfristig erhaltene Zuwendung als Kleinkind sein, schreiben die Forscher. Zuwendung und Unterstützung durch die Mutter förderten demnach die Entwicklung wichtiger Gehirnregionen.
http://www.kath.net/detail.php?id=35008
Frühere Ausgaben des IEF-Newsletters sind online verfügbar.
Medieninhaber:
Institut für Ehe und Familie (IEF)
Spiegelgasse 3/8, 1010 Wien, Österreich
Tel.: +431 515 52 / 3658 (Sekretariat), Fax: +431 513 89 58
Herausgeber:
Prof. Günter Danhel, DSA
Direktor des Instituts für Ehe und Familie
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