Wien (KAP) Das erstes Halbjahr 2010 brachte einen deutlichen Anstieg bei den standesamtlichen Eheschließungen in Österreich. Laut den jüngst von der Statistik Austria bekanntgegebenen Zahlen gab es im ersten Halbjahr 2010 mit insgesamt 16.588 Trauungen um 5,9 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum (Jänner bis Juni 2009: 15.665). Damit verstärkt sich der schon 2009 beobachtbare Trend steigender Heiratszahlen (plus 0,7 Prozent im Vergleich zu 2008). Für den Leiter des "Instituts für Ehe und Familie", Prof. Günter Danhel, "zeigen die Zahlen selbst bei einer vorsichtigen Interpretation, dass die Ehe keinesfalls ein Auslaufmodell ist".
Man könne zwar noch von keiner Trendumkehr sprechen, weil sich die aktuellen Zahlen innerhalb der statistischen Bandbreite befänden, so Danhel, aber: "Es scheint, dass sich die Zahl der Trauungen ähnlich wie die Zahl der Scheidungen anscheinend auf einem bestimmten Niveau stabilisiert haben". Möglicherweise zeige sich in den gestiegenen Trauungszahlen auch das Bedürfnis nach stabilen Beziehungen gerade angesichts großer Instabilitäten in Gesellschaft und Arbeitswelt, so Danhel am Montag im Gespräch mit "Kathpress".
Am deutlichsten fiel der Anstieg der Trauungen im Bundesland Wien (plus 7,5 Prozent) aus, gefolgt von Salzburg (plus 7,4 Prozent) und Oberösterreich (plus 7,1 Prozent); Kärnten ist das einzige Bundesland, das im Vergleich zum Vorjahr mit einem Rückgang um 1,9 Prozent ein Minus aufweist.
429 eingetragene Partnerschaften
Von Jänner bis Juni 2010 haben - wie die Statistik Austria weiter bekanntgab - 429 gleichgeschlechtliche Paare von der seit Jahresbeginn bestehenden gesetzlichen Möglichkeit Gebrauch gemacht, ihre Partnerschaft bei den dafür zuständigen Bezirksverwaltungsbehörden eintragen zu lassen.
Wie vorläufige Ergebnisse zeigen, überwiegen dabei männliche Paare, auf die rund zwei Drittel (67,4 Prozent) aller Partnerschaften entfallen. Die Hälfte (50,1 Prozent) aller eingetragenen Partnerschaften wurde in Wien begründet (absolut 215); es folgen Niederösterreich mit 67 (15,6 Prozent) und die Steiermark mit 47 (11 Prozent) eingetragenen Partnerschaften. Die Bundesländer Burgenland und Vorarlberg verzeichneten jeweils weniger als zehn eingetragene Partnerschaften.
In allen Bundesländern war die überwiegende Mehrheit der gleichgeschlechtlichen Paare männlich, nur in Tirol begründeten mehr weibliche als männliche Paare eine Partnerschaft.
http://www.kathpress.co.at/content/site/nachrichten/database/34360.html
Österreich
Die Zahl der standesamtlichen Trauungen ist im ersten Halbjahr 2010 deutlich gestiegen. Mit über 16.000 Trauungen hätten die Eheschließungen um knapp sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr zugenommen, so das Ergebnis der Statistik Austria. Die Ehe sei kein Auslaufmodell, erklärte der Leiter des Instituts für Ehe und Familie, Günter Danhel am Montag gegenüber kathpress. (kap)
http://www.radiovaticana.org/tedesco/newsted.htm